Motivierung: Hirntechnischer Unsinn
Montag, 03. Oktober 2011
Prof. Dr. Gerald Hüther zählt zu den renommiertesten Hirnforschern Deutschlands. Im Interview mit der Zeitschrift Führung und Organisation (zfo) erläutert er aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung, insbesondere des Frontallappens, in dem unsere Metakompetenzen verankert sind: Unsere inneren Einstellungen, Überzeugungen und Haltungen, auf deren Grundlage wir Entscheidungen treffen und Bewertungen vornehmen.
Er erklärt, dass sich das, was sich dort herausbildet, nicht durch Unterricht, Belehrungen und kluge Ratschläge beeinflussen lässt, sondern auf eigenen, am eigenen Leib gemachten Erfahrungen basiert und sagt: “Was die meisten Führungskräfte, Ausbilder, Lehrer und Erzieher ständig versuchen, nämlich andere Menschen zu motivieren, ist hirntechnischer Unsinn. Dieses Vorgehen führt nicht in die Selbstverantwortung und Selbstgestaltung, sondern erzeugt bestenfalls Dressur- und Abrichtungsleistungen, also erzwungene Anpassungen an die Wünsche oder Anordnungen des jeweiligen Dompteurs.”
Eine Bestätigung, dass wir endlich aufhören sollten zu glauben, die Motivierung von Mitarbeitern sei eine der wichtigsten Aufgaben von Führungskräften. Genau diese Haltung behindert Mitarbeiter, in ihre Selbstverantwortung zu gehen, ist damit eine Motivationsbarriere und bewirkt also eher das Gegenteil.
Lesen Sie hier das gesamte Interview.







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