Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Neues Process One Quarterly 3.2017 erschienen: An der digitalen Schwelle

2. Oktober 2017 von Carsten Waider
Bin ich schon drin? staunte Boris Becker 1999 in einem Werbespot. In der Tat war es damals gar nicht so einfach: reinzukommen in diese neue Welt. Vorausgesetzt, das Modem spielte überhaupt mit, gelang es oft erst nach langem Rauschen und Knarzen in der Leitung. Waren wir dann endlich "drin", empfanden wir den Aufenthalt im World Wide Web jedoch als wundervolle Erweiterung unserer Wirklichkeit, als eine neue , spezielle Form des Seins. Und heute? In unserem neuen Quarterly "An der digitalen Schwelle" befasst sich unser Kollege Sven Fissenewert mit dem Zwiespalt, die Errungenschaften der Digitalisierung einerseits zu schätzen und zugleich zu erkennen, was wir möglicherweise als Spezies verlieren (werden). Viel Freude beim Lesen!    

Deep Work – 4 Strategien für fokussiertes Arbeiten

7. Dezember 2016 von Henrik Esper
In dem Blog-Artikel “Deep Work – Zeit für echte Arbeit” hatte ich bereits auf das Buch "Deep Work" des amerikanischen Autors Cal Newport verwiesen, welches ich nochmals aufgreifen möchte. Zum einen, weil mich die Herausforderung der Fokussierung und Konzentration in meiner eigenen Tätigkeit ganz  persönlich umtreibt. Zum anderen, weil in vielen Diskussionen mit Führungskräften die Frage der Belastung / Ablenkung durch eine Vielzahl von Meetings, E-Mails und Telefonterminen immer wieder thematisiert wird. Newport beschäftigt sich mit der Frage, wie es heutige “Wissens-Arbeiter” schaffen können, trotz erhöhten Kommunikationsbedarfs  und der damit verbundenen “Ablenkung” durch digitale Medien und Meetings, dennoch produktiv und intensiv an anspruchsvollen Problemstellungen arbeiten können. Der Autor beschreibt “Deep Work” als “professionelle Aktivitäten, die in einem Zustand der ablenkungsfreien Konzentration durchgeführt werden, die eigenen kognitiven Fähigkeiten an ihre Grenzen bringen” und zu wertschöpfenden Ergebnissen führen. Newport stellt hierzu vier unterschiedliche Basisstrategien vor, von denen nicht jede für jedes Arbeitsumfeld geeignet ist und denen allen gemeinsam ist, dass Sie (Selbst-) Disziplin erfordern.

Strategie 1: Die “Kloster-Philosophie”:

Führung verbessern: Warum das so schlecht klappt

5. Oktober 2016 von Carsten Waider
systemische-fuehrungsentwicklungJan Krims beschäftigt sich mit Blick auf internationale Assessments mit der Frage, warum Leadership-Development-Programme – trotz hoher Ausgaben im Milliardenbereich – keinen guten Return on Investment aufweisen. Gleichzeitig zitiert er eine noch unveröffentlichte, im Oktober 2016  erscheinende Untersuchung von Bersin by Deloitte zu "High Impact Leadership", die zeigt, dass die systematische Verbesserung von Führungsstrukturen und -kulturen oft wesentlich wirksamer ist als die Durchführung von klassischen Entwicklungsprogrammen. Seit Jahren praktizieren wir mit unserem systemischen Ansatz der parallelen Entwicklung von organisationaler und personaler Führungsfähigkeit die im Artikel beschriebenen Erfolgsfaktoren.   Quelle: derStandard.at, Führung verbessern: Warum das so schlecht klappt

Deep Work – Zeit für „echte“ Arbeit

29. August 2016 von Henrik Esper
DeepWorkIn dem Blog Artikel “Der Fluch der Zusammenarbeit” hatte ich bereits auf ein Buch des amerikanischen Autors Cal Newport verwiesen – “Deep Work” -  welches ich nochmals aufgreifen möchte. Newport beschäftigt sich mit der Frage, wie es heutige “Wissens-Arbeiter” schaffen können, trotz erhöhten Kommunikationsbedarfs (oder zumindest der scheinbaren Notwendigkeit dazu) und der damit verbundenen “Ablenkung” durch digitale Medien und Meetings, dennoch produktiv und intensiv an anspruchsvollen Problemstellungen arbeiten können. Der Autor beschreibt “Deep Work” als “professionelle Aktivitäten, die in einem Zustand der ablenkungsfreien Konzentration durchgeführt werden, die eigenen kognitiven Fähigkeiten an ihre Grenzen bringen” und zu wertschöpfenden Ergebnissen führen. Wenn überhaupt, scheint solch eine Fokussierung und Konzentration heute häufig nur noch in Ausnahmefällen und in “Randzeiten” des Arbeitstages möglich. Newport greift in seinem Plädoyer für “Deep Work” Erkenntnisse und Argumente aus Neurowissenschaft und Psychologie auf und illustriert anhand von Beispielen historischer und moderner erfolgreicher Persönlichkeiten aus den Feldern Technologie, Wissenschaft und Kultur unterschiedliche Strategien zur Fokussierung. Das Buch bietet keine expliziten einfachen “Rezepte”, ermöglicht es dem Leser aber - insbesondere durch die vielfältigen unterschiedlichen Beispiele für Fokussierungsstrategien - sich selbst in seinem Arbeits- und Kommunikationsverhalten zu reflektieren und so eigene Strategien zu entwickeln. Somit erhöht sich zumindest die Wahrscheinlichkeit, sich selbst mehr Zeit für fokussiertes und wertschöpfendes Arbeiten zu ermöglichen.

Quelle: Cal Newport - Deep Work, 2016

Tools & Elemente “New Work Order” – 1. Shadowing

20. Juni 2016 von Henning Keber
Der Artikel „New Work Order - auch einfach mal ausprobieren“ vom 9. Mai 2016 stellte den Auftakt einer Reihe dar, in der wir Tools & Elemente vorstellen, durch deren Anwendung und Erprobung Unternehmen die relevanten organisationalen Kernkompetenzen von Agilität entwickeln können. Das Element „Shadowing“ begegnet uns auch in anderen Beratung-Settings. Im Bereich des Individualcoachings hilft es beispielsweise, Probleme und Unzulänglichkeiten zu identifizieren, die für den Coachee selbst (noch) blinde Flecken sind. Ersetzt man nun Coachee durch Kunde (im weiteren Sinne), so ist das Element unseres Erachtens gut geeignet, die Wahrnehmungsfähigkeit zu entwickeln. Im Kern geht es darum, den Kunden bei der Bewältigung seiner Alltagsherausforderungen zu beobachten („über die Schulter schauen“) und sich selbst ein Bild und einen Eindruck der „Realität“ zu verschaffen. Nicht selten ist der Betroffene nur schwerlich in der Lage, bewusst zu formulieren, was ihm tatsächlich einen Zusatznutzen stiften oder welchen Problemen er sich gegenübersieht, deren Lösung er als wertvoll und hilfreich erachten würde. Das eigene „Hinschauen“ begegnet uns auch im Design Thinking (Verstehen & Beobachten) sowie im japanischen Management-Ansatz „Genchi Genbutsu“ („Geh und sieh‘ selbst!“), um die richtige Entscheidung zu finden.

Es vibriert in meiner Hose

13. Juni 2016 von Volker Dittmann
DigikommunikationHeute sitzen wir alle beisammen, denn der Chef verkündet die neueste Strategie. Es wird Einschnitte geben, geben müssen! Wir werden Mitarbeiter abbauen. Trotz Kodex an der Wand unterbricht der Chef (´tschuldigung) seinen Monolog und schaut auf sein Smartphone. Auch einige Kollegen nutzen die willkommene Pause und checken mal eben die Mails oder versenden einen Tweet. Wieder vibriert es in meiner Hose. Die Aussagen vom Chef haben mich tief bewegt. Wen wird es wohl treffen? Was habe ich, was haben wir wohl für Möglichkeiten? Alles sitzen sie da mit gesenktem Kopf. Keiner schaut auf. Und so wühle ich in meiner Hose und finde Kommentare auf meinem Smartphone: Wen wird es wohl treffen? Was können wir tun? Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Wissen ist jederzeit abrufbar. Dazu gehört auch, dass wir jederzeit und überall erreichbar sind. Wenn meine Mitarbeiter mich erreichen wollen, versuchen sie es per Mail oder, wenn es schnell gehen soll, per WhatsApp oder Twitter.

Führungszitat des Monats

6. Juni 2016 von Kirsten Niechcial
Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß.

Johann Gottfried Seume Deutscher Schriftsteller und Dichter, 1763-1810

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Führungszitat des Monats

2. Mai 2016 von Kirsten Niechcial
Die Menschen haben das Paradies verloren, weil sie vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Seitdem wissen sie, was gut ist, aber sie tun es nicht, sondern predigen es anderen. Vielleicht hätte ein zweiter Apfel geholfen.

Konrad Adenauer

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