Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

P1 Quarterly – New Work Order

27. Juni 2016 von Sven Fissenewert

2015-3_Quarterly_Cover-smDas Ende der Hierarchie

Holocracy, Reinventing Organizations, Soziokratie, Augenhöhe, Dialogic OD, Accelerate, Fluide Organisation: So lauten die klangvollen Namen der neuesten Modelle, die behaupten, ein zeitgemäßes Design für die Struktur von Unternehmen – eine zukunftsfähige New Work Order – zu bieten. Und da Organisation und Führung zwei Seiten einer Medaille sind, stellen diese Konzepte unser gewohntes Bild von Führung komplett auf den Kopf. Schließlich geht es hier nicht – wie etwa in der mehrdimensionalen Matrix – lediglich um eine Flexibilisierung von Führung, sondern weit radikaler um das Ende der Hierarchie Einige Führungskonzepte sind bis jetzt kaum über die blanke Theorie hinausgekommen. Andere sind bereits seit einigen Jahren erprobt, wieder andere lassen Ansätze und Ideen der Organisationsentwicklung aus dem vergangenen Jahrhundert wieder aufleben. Uns interessieren jedoch weniger die Unterschiede ihrer Entstehung, als vielmehr die Frage:

Wenn neue Organisationsstrukturen, die Auflösung von Hierarchien und die Umverteilung von Verantwortung die Lösung sind, was ist dann eigentlich das Problem?

Im Wesentlichen ist es ein Problem, das sich auf die folgenden drei Verschiebungen zurückführen lässt: (Download P1 Quarterly als PDF)

Es vibriert in meiner Hose

13. Juni 2016 von Volker Dittmann
DigikommunikationHeute sitzen wir alle beisammen, denn der Chef verkündet die neueste Strategie. Es wird Einschnitte geben, geben müssen! Wir werden Mitarbeiter abbauen. Trotz Kodex an der Wand unterbricht der Chef (´tschuldigung) seinen Monolog und schaut auf sein Smartphone. Auch einige Kollegen nutzen die willkommene Pause und checken mal eben die Mails oder versenden einen Tweet. Wieder vibriert es in meiner Hose. Die Aussagen vom Chef haben mich tief bewegt. Wen wird es wohl treffen? Was habe ich, was haben wir wohl für Möglichkeiten? Alles sitzen sie da mit gesenktem Kopf. Keiner schaut auf. Und so wühle ich in meiner Hose und finde Kommentare auf meinem Smartphone: Wen wird es wohl treffen? Was können wir tun? Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Wissen ist jederzeit abrufbar. Dazu gehört auch, dass wir jederzeit und überall erreichbar sind. Wenn meine Mitarbeiter mich erreichen wollen, versuchen sie es per Mail oder, wenn es schnell gehen soll, per WhatsApp oder Twitter.

„Der Fluch der Zusammenarbeit“ – die Kosten der Kollaboration

30. Mai 2016 von Henrik Esper
Die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit in kollaborativen Arbeitsstrukturen lässt sich in vielen Bereichen unserer modernen Arbeitswelt nicht in Frage stellen. So  sind z.B. interdisziplinäre Projektarbeit, Arbeit in (internationalen) virtuellen Teams –oft auch über Zeitzonen hinweg -schon seit langem Alltag in vielen Organisationen. Flachere Hierarchien befördern  die Interaktion zwischen Mitarbeitern – die zeitliche Investition für Kommunikation aller Art steigt. Ein interessanter Artikel in der Mai Ausgabe der managerSeminare widmet sich diesem Thema unter dem Titel “Der Fluch der Zusammenarbeit”.  Nach neuen Zahlen aus den USA  verbringen Angestellte heute rund 50 Prozent mehr Zeit mit Kommunikation als noch vor 20 Jahren  - ca. 85 Prozent der Arbeitszeit entfallen auf E-Mails, Meetings und Telefonate. Auch wenn die Quelle dieser Zahlen nicht genannt wird, dürfte die Erfahrung vieler Führungskräfte und Mitarbeiter in die gleiche Richtung gehen…Ausnahmen nicht ausgeschlossen.

Das Marshmallow-Problem

29. Februar 2016 von Sven Fissenewert
Es kann doch sehr erfrischend sein zu sehen, wie aus einer klassischen Teambuilding-Übung tiefere Einsichten für das Feld der Führung, der Innovation und des Prototyping gewonnen werden können. Schauen Sie hier den Beitrag von Tom Wujec in weniger als sechs Minuten:

Planet der Affen

19. Oktober 2015 von Wigbert Walter
monkeybusinessRegelmäßig fragen wir Führungskräfte: „Wie zufrieden sind Sie in Ihrer Führungsrolle versus Operatives selbst erledigen? Haben Sie ausreichend Zeit zur Entwicklung Ihres Verantwortungsbereiches, Ihrer Mitarbeiter aber auch von Ihnen selbst? Wie oft erleben Sie sich verstrickt im Tagesgeschäft?“ Und regelmäßig erreicht der durchschnittliche Zufriedenheitswert auf einer Skala von 1 bis 10 nicht mehr als eine 6 ... Reichlich Luft nach oben! Häufig wird mangelnde Zeit als Grund für diese Einschätzung angeführt. Die Decke der Führung scheint immer zu kurz! Eine aktuell dringliche Frage heutiger Führungskräfte, scheint daher zu lauten: „Wie schaffe ich mir mehr Zeit für Führung?“ An dieser Stelle möchten Sie mit einer über vierzig Jahre alten Metapher konfrontieren - nicht neu, vielleicht aber mit Potential für Sie „Neue Zeit“ zu gewinnen.

Wer im Job Spaß hat arbeitet viel besser

24. November 2014 von Carsten Waider
SpaßImJobFragt man Menschen, was sie glücklich macht, rangiert eine Arbeitsstelle, in der man sich weiterentwickeln kann, in der man wertgeschätzt wird und bedeutungsvolle Dinge verrichtet, ebenbürtig mit "einem stabilen Familienleben und Freunden". Im Wirtschaftsteil der "Welt" erschien kürzlich ein Artikel, der Dennis Utter, Chef des Top Employers Institute zitiert und auf verschiedene Studien zum Thema verweist. Genau das macht die Themen „Motivation & Mitarbeiterzufriedenheit“ insbesondere für Organisationen zu spannenden Themen. Mehr dazu finden Sie im Artikel der Welt sowie auf unserer Homepage.

Virtuelle Führung und Zusammenarbeit – Wo stehen Sie?

17. September 2014 von Dr. Reinhard Schmitt
VirtualTeamsDie letzte Ausgabe der OrganisationsEntwicklung (Nr. 3 | 2014) enthält einen Beitrag mit dem Titel "Virtuelle Zusammenarbeit etablieren  - Ein Werkstattbericht aus dem Unternehmen Sennheiser". Die Autoren fragen sich: "Wie funktioniert Arbeit bei über den Globus verteilten Organisationen? Wie kann 'virtuelle' Zusammenarbeit verbessert werden?". Technisch ist es kaum noch ein Problem, über Zeitzonen und Ländergrenzen hinweg zu kommunizieren, und zwar ohne nennenswerte zeitliche Verzögerungen und relevante zusätzliche Kosten. "Neben Telefon- und Videokonferenzen, die an klassische Besprechungen angelehnt sind (und trotzdem anders sind), entstehen mit virtuellen Techniken zusätzlich völlig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit wie z. B. gemeinsames Arbeiten an Dokumenten und Diskussionsbeiträge auf Plattformen. Diese sind meist asynchron und erlauben so nicht nur die räumliche, sondern auch eine zeitliche Trennung der Zusammenarbeit." Da sollte man doch annehmen, dass in Anbetracht jener ungeahnten Möglichkeiten der virtuelle Drops mit der Anschaffung der passenden Techniken gelutscht sei. Weit gefehlt, denn "virtuelle Techniken bedeuten auch eine andere Zusammenarbeit"

Führungszitat des Monats

1. September 2014 von Kirsten Niechcial
Es gibt zwei Arten, Hirte zu sein: Der eine läuft hinter der Herde her, treibt sie, wirft mit Steinen, brüllt und drückt. Der gute Hirte macht das ganz anders: Er läuft vornweg, singt, ist fröhlich, und die Schafe folgen ihm.

unbekannt

Allen Unkenrufen zum Trotz: Das heroische Management lebt!

25. August 2014 von Matthias Göttenauer
Selten wurde es uns so klar vor Augen geführt wie im folgenden Beitrag: Wer glaubte, das heroische Führungsverständnis, das, in dem echte Männer, getragen von zutiefst verinnerlichten Werten, ihrer Mission folgend, einsam, hart gegen sich selbst ihren Job tun, sei unwiederbringlich auf dem Abstellgleis der Geschichte des Managements gelandet, der wird hier eines Besseren belehrt... "Herding Cats" bedeutet im englischen Sprachraum soviel wie "einen Sack flöhe hüten". Eine eigentlich unmögliche Führungsleistung, aber wir haben nie behauptet dass Führung einfach ist. Also ran! Mit Mut und Leidenschaft - damit Keines auf der Strecke bleibt! .