Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Neu: Entscheidungspoker für Teams bestellbar

1. Oktober 2018 von Carsten Waider
„Mehr Autonomie“ ist das Leitmotiv aller Organisationen, die es mit New Work und Agilität ernst meinen. Autonomie ist elementar, wenn Entscheidungen dort getroffen werden sollen, wo sie operativ gebraucht werden, und nicht dort, wo es das Organigramm oder die Stellenbeschreibung vorsieht. Organisationen, denen die Umsetzung des Leitmotivs Autonomie gelingt, gewinnen signifikant an Dynamik und nutzen die Intelligenz vieler Entscheider statt einiger weniger.                                  

Unsere Entscheidungspokerkarten unterstützen Führungskräfte und ihre Teams dabei, den passenden Entscheidungsstil für zu treffende Entscheidungen zu bestimmen. Das Team bestimmt durch den Entscheidungspoker selbstverantwortlich, mit welchem Grad an Autonomie bzw. Verantwortung es ausgestattet werden möchte.

So kommen Sie in kürzester Zeit zu einem guten gemeinsamen Verständnis über Freiheits- und Verantwortungsgrade. Dazu können Sie auf unserer Homepage die neu entwickelten Entscheidungspokerkarten bestellen: https://process-one.de/de/entscheidungspokerkarten  

Contra „Pro und Contra“

25. April 2016 von Henrik Esper
procontraBereits in der Schule haben wir gelernt, Argumente und Gegenargumente für bestimmte Sachverhalte zu sammeln und in Form von “dialektischen Erörterungen” als Aufsatz zu verarbeiten. Das Denkschema der Für-und-Wider Argumentation ist uns in der Regel demnach ein bekanntes und vertrautes – was liegt also näher, als auch bei der Herbeiführung von Entscheidungen im professionellen Umfeld auf Bewährtes zurückzugreifen? Gunar M. Michael liefert in der Märzausgabe von managerSeminare einen interessanten Impuls zum Thema Entscheidungsfindung, in dem er empfiehlt, die Pro-und-Contra-Frage als “ultimatives Instrument der Entscheidungsfindung” eher weniger als mehr zu nutzen. Vielmehr plädiert er dafür, (gemeinsam) sehr klare und spezifische Voraussetzungen / Kriterien zu definieren unter denen einem bestimmten Vorhaben zugestimmt werden kann. Die Frage lautet demnach nicht mehr : “Was spricht dafür, was spricht dagegen?” sondern “Unter welchen Umständen können wir der Option zustimmen?”. Damit ließe sich vermeiden, dass viel Energie in einen Schlagabtausch fließt, welcher häufig in einem argumentativen “Ping-Pong” mündet. Vielmehr führe die Frage nach den Voraussetzungen zu einem anderen, einem lösungsorientierten Denken. Der Autor empfiehlt, die Verbindlichkeit für die Beteiligten an der Entscheidungsfindung nach der Definition der Kriterien durch deren Unterschrift – z.B. auf einer “Voraussetzungs-Mindmap” – deutlich zu erhöhen. Quelle: Gunar M. Michael: Pro-&-Contra-Diskussionen sind kontraproduktiv, managerSeminare, März 2016, 28-29.

sechsseiten – Ausgabe 06-3

10. Juni 2013 von Henrik Esper

Ungewissheit – entscheiden Unentscheidbares entscheidbar machen

Algorithmus ist ein aus endlich vielen Schritten bestehender eindeutiger Handlungsablauf zur Lösung eines Problems. Cynefin (sprich „Ku–nev–in“) ist ein walisisches Wort, dessen englische Übersetzung „Lebensraum“ oder „Habitat“ darauf verweist, wie wir – individuell und kollektiv – mit bestimmten, uns selbst oft wenig bewussten, Vorannahmen Sinn in der Welt konstruieren. Emergenz meint die spontane Herausbildung von neuen Eigenschaften oder Strukturen eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente. Dabei lassen sich die emergenten Eigenschaften des Systems nicht – oder jedenfalls nicht offensichtlich – auf Eigenschaften der Elemente zurückführen, die diese isoliert aufweisen. Heuristik bezeichnet ein Vorgehen, um in Situationen, in denen keine eindeutigen Lösungsstrategien bekannt sind – mit begrenztem Wissen und wenig Zeit – zu guten Lösungen zu kommen. Hierfür werden üblicherweise Mutmaßungen über das System entwickelt, die dann mithilfe empirischer Methoden verifiziert werden. Komplexität bezeichnet die Gesamtheit aller voneinander abhängigen Merkmale eines Systems, die man selbst dann nicht eindeutig beschreiben kann, wenn man vollständige Informationen über die einzelnen Elemente und ihre Wechselwirkungen besitzt.
Wenn Sie ein Buch zum Thema Denken und Entscheiden aufschlagen, können Sie damit rechnen, dass Ihnen folgender Leitsatz begegnet: Vernünftiges Denken basiert auf den Gesetzen der Logik, der Wahrscheinlichkeitsrechnung oder der Maximierung des erwarteten Nutzens; andernfalls liegt ein kognitiver Fehler oder ein motivationales Problem vor. Glauben Sie dieses Märchen nicht! Aus mathematischer Sicht sind Logik und Wahrscheinlichkeit schöne und elegante Systeme. Aber sie beschreiben nicht, wie Menschen wirklich urteilen – einschließlich der Autoren einschlägiger Bücher.

Führungszitat des Monats

16. August 2012 von Kirsten Niechcial
Eine wesentliche Voraussetzung zur Führung ist Mut: die Kühnheit, die Bürde und das Risiko der Entscheidung bereitwillig auf sich zu nehmen, verbunden mit dem Mut, in einer vielleicht einsamen und unpopulären Haltung auszuharren, wenn die Entscheidung einmal getroffen ist.

Harold W. Dodds, (*1889-†1980), 15. Präsident der Princeton University