Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Neue Arbeitskulturen – Dialog mit Studierenden der Hochschule Fulda

19. November 2018 von Carsten Waider
Beratung trifft Hochschule: Unser Berater Carsten Waider im Dialog mit Studierenden der Hochschule Fulda (BASIB - Sozialwissenschaft mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen).

70 Studierende absolvierten ein Praktikum in verschiedenen Organisation und reflektieren nun ihre gemachten Erfahrungen mit Führung und Zusammenarbeit.

Zu Beginn stand ein Kurzinput zu neuen Arbeitskulturen. Ausgehend von Graves Wertemodell und den von Frederick Laloux weiter ausdifferenzierten Stufen organisationaler Paradigmen lernten die Studierenden typische Elemente einer lebendigen Organisationskultur kennen und verorteten ihre Erfahrungen in den vier Ecken des Raumes anhand der Hackmann´schen Autoritätsmatrix.

Ein perfekter Einstieg in einen lebendigen Dialog...


Deep Work – Zeit für „echte“ Arbeit

29. August 2016 von Henrik Esper
DeepWorkIn dem Blog Artikel “Der Fluch der Zusammenarbeit” hatte ich bereits auf ein Buch des amerikanischen Autors Cal Newport verwiesen – “Deep Work” -  welches ich nochmals aufgreifen möchte. Newport beschäftigt sich mit der Frage, wie es heutige “Wissens-Arbeiter” schaffen können, trotz erhöhten Kommunikationsbedarfs (oder zumindest der scheinbaren Notwendigkeit dazu) und der damit verbundenen “Ablenkung” durch digitale Medien und Meetings, dennoch produktiv und intensiv an anspruchsvollen Problemstellungen arbeiten können. Der Autor beschreibt “Deep Work” als “professionelle Aktivitäten, die in einem Zustand der ablenkungsfreien Konzentration durchgeführt werden, die eigenen kognitiven Fähigkeiten an ihre Grenzen bringen” und zu wertschöpfenden Ergebnissen führen. Wenn überhaupt, scheint solch eine Fokussierung und Konzentration heute häufig nur noch in Ausnahmefällen und in “Randzeiten” des Arbeitstages möglich. Newport greift in seinem Plädoyer für “Deep Work” Erkenntnisse und Argumente aus Neurowissenschaft und Psychologie auf und illustriert anhand von Beispielen historischer und moderner erfolgreicher Persönlichkeiten aus den Feldern Technologie, Wissenschaft und Kultur unterschiedliche Strategien zur Fokussierung. Das Buch bietet keine expliziten einfachen “Rezepte”, ermöglicht es dem Leser aber - insbesondere durch die vielfältigen unterschiedlichen Beispiele für Fokussierungsstrategien - sich selbst in seinem Arbeits- und Kommunikationsverhalten zu reflektieren und so eigene Strategien zu entwickeln. Somit erhöht sich zumindest die Wahrscheinlichkeit, sich selbst mehr Zeit für fokussiertes und wertschöpfendes Arbeiten zu ermöglichen.

Quelle: Cal Newport - Deep Work, 2016

„Der Fluch der Zusammenarbeit“ – die Kosten der Kollaboration

30. Mai 2016 von Henrik Esper
Die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit in kollaborativen Arbeitsstrukturen lässt sich in vielen Bereichen unserer modernen Arbeitswelt nicht in Frage stellen. So  sind z.B. interdisziplinäre Projektarbeit, Arbeit in (internationalen) virtuellen Teams –oft auch über Zeitzonen hinweg -schon seit langem Alltag in vielen Organisationen. Flachere Hierarchien befördern  die Interaktion zwischen Mitarbeitern – die zeitliche Investition für Kommunikation aller Art steigt. Ein interessanter Artikel in der Mai Ausgabe der managerSeminare widmet sich diesem Thema unter dem Titel “Der Fluch der Zusammenarbeit”.  Nach neuen Zahlen aus den USA  verbringen Angestellte heute rund 50 Prozent mehr Zeit mit Kommunikation als noch vor 20 Jahren  - ca. 85 Prozent der Arbeitszeit entfallen auf E-Mails, Meetings und Telefonate. Auch wenn die Quelle dieser Zahlen nicht genannt wird, dürfte die Erfahrung vieler Führungskräfte und Mitarbeiter in die gleiche Richtung gehen…Ausnahmen nicht ausgeschlossen.

Mit nur 6 Regeln wird die Arbeit leichter …

30. August 2015 von Dr. Reinhard Schmitt
… behauptet zumindest Yves Morieux, Direktor des BCG Institute for Organization:
  • Regel 1: Verstehen Sie, was Ihre Kollegen tun (jenseits der offiziellen Stellenbeschreibungen)
  • Regel 2: Stärken Sie Integrierer (statt Sie auf ihren Verantwortungsbereich einzunorden)
  • Regel 3: Erhöhen Sie die Machtfülle (statt alles regeln zu wollen)
  • Regel 4: Vergrößern Sie den Schatten der Zukunft (und konfrontieren Sie die Menschen direkt und unmittelbar mit den Konsequenzen ihres Handelns oder Nicht-Handelns)
  • Regel 5: Erhöhen Sie die Gegenseitigkeit (indem Sie den eigenen Erfolg vom Erfolg des Gegenübers abhängig machen und persönliche Komfort-Puffer entfernen)
  • Regel 6: Belohnen Sie jene, die zusammenarbeiten (und rügen Sie öffentlich jene, die es nicht tun)
Yves Morieux nennt seinen Ansatz „Smart Simplicity“ und denkt diesen von heutigen Gegebenheiten in Großunternehmen mit gewachsenen Strukturen aus, was dem Ganzen einen Hauch von Praktikabilität verleiht. Spannend sind seine Vorschläge zum Umgang mit Verantwortung und der Erzwingung von Zusammenarbeit. Auch seine Erklärung, warum immer mehr Führungskräfte und Mitarbeiter innerlich kündigen oder gar gegen die Interessen der Firma arbeiten, ist ein gedankliches „Nachdieseln“ wert. Alles eine Frage der guten Geschäfte… Hier das Video (TED Talk, 12 Minuten): (Schalten Sie unten rechts die deutschen Untertitel ein. Dies könnte sich als hilfreich erweisen.)