Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Führen ist wie Hausfrauenarbeit

19. November 2012 von Kirsten Niechcial
Über sein neues Buch "Radikal Führen" sprach Reinhard Sprenger mit der Wirtschaftswoche und sagt: "Führen ist wie Hausfrauenarbeit - wie wichtig sie ist, fällt erst auf, wenn sie nicht erledigt wird." In seinem Buch liefere er keine neuen Weisheiten, keine Erfolgsrezepte, aber Hinweise auf die "Wurzeln erfolgreicher Führung" und seine besten Führungstipps:
  • Trennen Sie sich von Egoisten!
  • Schaffen Sie Dienstpläne ab!
  • Verabschieden Sie sich von Werten!
  • Denken Sie wie Sherlock Holmes!
  • Loben Sie nicht - halten Sie Kontakt!
Einen Auszug aus dem Buch finden Sie auf den Seiten der Wirtschaftswoche Online unter dem Titel "Störe! Diene! Verschwinde!" und ebenfalls das Interview dazu.  

Von Pferden und Mitarbeitern und dem „Beruf des Funktionierens“

22. Oktober 2012 von Kirsten Niechcial
Eine ausführliche Vorstellung des neuesten Management-Ratgebers von Helmut Maucher (Ex-Nestlé-Chef) und Fredmund Malik (Autor mehrerer Bestseller) präsentiert die WirtschaftsWoche Online. Ihr Werk, das im Geleitwort als eines der „herausragendsten Werken über Management“ gelobt wird, sei kein Ratgeber im herkömmlichen Sinne, liefere keine klaren Botschaften und Handlungsempfehlungen, sondern stelle direkt fest, dass es keine eindeutigen Wahrheiten gibt und Management „die Kunst des Abwägens, den idealen mittleren Weg zu finden“ sei. Management, sei kein Mittel, um Reichtum und Macht zu erlangen, keine Gewinnmaximierungsmaschine, sondern der „Beruf des Funktionierens“. Moderne Thesen, die keine allzu neuen Weisheiten darstellen und dennoch erfrischend, da unverblühmt und auf den Punkt gebracht – von einem Manager der älteren Generation. Die Analogie zu Pferden? Auch die leitet Maucher klar ab: „Das Pferd akzeptiert Führung, wenn sie Autorität ausstrahlt, aber nicht, wenn sie autoritär ist“. Anders herum verachtet ein Pferd eine zittrige Hand und es vergisst nie, wer in einer bedrohlichen Situation half – und wer es verletzt hat“. Lesen Sie hier die komplette Rezension der WirtschaftWoche Online. Direkt zum Buch: Maucher und Malik über Management

Oben bleiben, immer!

23. Mai 2012 von Dirk Gouder

Neues von Jim Collins.

Im neuen Buch von Jim Collins und Morton T. Hansen „Great by Choice“ beschreiben die beiden Autoren was es aus Führungssicht braucht, um als Unternehmen in ungewissen Zeiten und sich schnell verändernden Umwelten nachhaltig erfolgreich zu sein….

Checklist for 10x Leadership

  • The best leaders were not more risk taking, more visionary, and more creative than the comparisons; they were more disciplined, more empirical, and more paranoid.
  • Innovation by itself is not the trump card in a chaotic and uncertain world; more important is the ability to scale innovation, to blend creativity with discipline.
  • Following the belief that leading in a “fast world” always requires “fast decisions” and “fast action” is a good way to get killed.
  • They always test new ideas by “firing bullets” (doing tests) before “firing canon balls” (taking a big bet on something new), allowing them to know when a need idea will be more likely to succeed
  • 10x leaders prepare ahead of time for what they cannot predict, and build up reserves that act as a buffer. They consistently consider the possibility that events could turn against them at any moment.
  • 10x leaders have the ability to “zoom out” and take a look at the whole issue and the macro environments that affect their world, before “zooming in” and addressing the problem at hand.
  • The great companies changed less in reaction to a radically changing world than the comparison companies.
Hier geht es zum Interview des Forbes Magazines mit Jim Collins zu seinem neuen Buch.

Motivation von Mitarbeitern

5. April 2011 von Peter Rathsmann

„Die Motivation von Mitarbeitern ist eine der zentralen Führungsaufgaben.“

Laut Wilhelm Backhausen „stellt diese immer wieder erhobene Forderung letztlich einen Beitrag zur Demotivation und Entwertung von Mitarbeitern dar, da diese nicht als „Partner auf Augenhöhe“ betrachtet werden, sondern als zu „schmierende Maschinen“ (oder doch Personen?)“ Wilhelm Backhausen widmet dem Thema Motivation sieben interessante Seiten in seinem Buch „Management 2. Ordnung“. Er schließt sich der Meinung von SPRENGER (1995) an, dass „die Motivation der Mitarbeiter allein deren eigene Aufgabe ist.“ Zwischen den zwei Grundpolen „Ein Werk gestalten“ und „Den Mangel bewältigen“ unterscheidet Backhausen vier „Makro“-Motive: Sicherheit, Zugehörigkeit, Differenzierung und Wirksamkeit. Alle vier Motive seien „in allen Situationen bei allen Personen „virulent“, wenn auch in unterschiedlicher Gewichtung ….“ Im Sinne radikalmarktwirtschaftlicher Orientierung geht Backhausen davon aus, dass „Mitarbeiter gleichsam automatisch darauf achten, wie weit die zu übernehmende Tätigkeit und die dafür einzugehende Mitgliedschaft in einer Organisation die Chance bietet, ihre Makromotive leben zu können.“ Aus Process One-Sicht verwenden Führungskräfte nach wie vor zu viel ihrer knappen Führungszeit für die fragwürdige und häufig kontraproduktive Motivierung und kurzlebige Incentivierung ihrer Mitarbeiter, die deren Eigenverantwortlichkeit mit Sicherheit nicht steigern. Dagegen werden relevante Motivationsbarrieren, die Engagement und Leistungsbereitschaft einschränken, nicht wahrgenommen (aufgrund blinder Flecken und nicht vorhandener Feedbackkultur von unten nach oben). So werden unbewusst und unwissentlich große Motivationspotenziale verschenkt. 

Quelle: Wilhelm Backhausen: Management 2. Ordnung, Gabler Verlag

Neues von Jim Collins

27. Januar 2010 von Sven Fissenewert
Inzwischen sind einige Jahre ins Land gegangen seit der mittlerweile zum Management Guru avancierte Bestsellerautor Jim Collins mit seinen Studien zum unternehmerischen Erfolg für Aufsehen sorgte. So brillant seine Thesen und dezidiert die Herangehensweise auch waren, so haben sie sich doch zuletzt ein wenig abgenutzt. Unter anderem auch deshalb, weil Firmen die in seiner Good to Great – Studie noch zur Referenz gehörten eine mittlerweile wenig rühmliche Entwicklung genommen haben – wie zum Beispiel der amerikanische Energiekonzern Enron (The World´s Greatest Company). Mittlerweile hat er nachgelegt und mit seinem Buch „How the Mighty Fall“ einen Bericht über die Arroganz großer Konzerne verfasst, der gleichzeitig den Versuch unternimmt gewissermaßen die Muster des Scheiterns herauszuarbeiten. So beschreibt Collins die fünf Phasen:
  1. Die aus dem eigenen Erfolg geborene Hybris
  2. Der ungestüme Drang nach Wachstum
  3. Unterschätzung von Risiken und Gefahren
  4. Der Ruf nach einem Retter
  5. Aufgabe, Irrelevanz oder Tod
Anscheinend hat Collins' Buch auch auf den derzeitigen Chef von Toyota, Akio Toxoda und Enkel des Firmengründers, Eindruck gemacht. Toyota verliert seit geraumer Zeit an Marktanteil und das einst für 2010 ausgerufene Ziel von 15 % Weltmarktanteil ist in Weite Ferne gerückt. Toxoda wird nun mit den Worten zitiert, sein Unternehmen befände sich aktuell in der vierten von Collins erwähnten Phase und sei nur noch einen Schritt von Irrelevanz oder Tod entfernt.

Buchtipp: 33 Sofortmaßnahmen gegen die Krise

28. August 2009 von Maic Stäbler
Die Wirtschaftskrise fordert Führungskräfte, tragfähige Entscheidungen zu treffen: Ist es besser, den Preis zu senken, um die Absatzmenge zu halten oder den Preis zu halten, aber dafür weniger abzusetzen? Wodurch sparen wir sofort mehr? Durch die Entlassung von 20 % unserer Belegschaft oder durch 20 % weniger Entgelt? In seinem Buch "33 Sofortmaßnahmen gegen die Krise - Wege für Ihr Unternehmen" hat der Autor Hermann Simon (durchaus mit Schwerpunkt auf Produktionsbetriebe) 33 aktuelle Tipps zusammengestellt und gibt damit Führungskräften Anregungen an die Hand, worauf Sie mit Blick auf eine tragfähige Krisenbewältigung achten sollten. Lesenswert, prägnant mit Beispielen durchwoben, auf den Punkt gebracht und sehr aktuell.

Corporate Governance – was Führung künftig leisten muss

31. Juli 2009 von Henning Keber
Die New Economy ist passé, die Old Economy kehrt nicht mehr zurück und Unternehmen müssen sich heute fragen, wie sie sich den geänderten Bedingungen der Zukunft stellen wollen. Ob Ihnen dies gelingt, hängt wieder einmal -was nicht wirklich überrascht- maßgeblich vom Erfolgsfaktor Führung ab. Sie (die Führung) muss beispielsweise das Dilemma stemmen, dass Menschen und Unternehmen künftig sich mehr Flexibilität wünschen bzw. brauchen, bei gleichzeitig hoher Loyalität. Sie muss in der Next Economy Angebote liefern, die sich von den Irrtümern der Vergangenheit unterscheiden, in der das Streben nach Größe, Schnelligkeit, Marktanteil und Shareholder value manche Organisation an den Rand des Ruins getrieben hat. Manche auch darüber hinaus. Der Wunsch nach werteorientiertem und verantwortungsvollem Handeln der Manager und Firmeninhaber nimmt derzeit in der Gesellschaft rapide zu und ist vermutlich nur ein Fingerzeig auf das, was Unternehmen künftig auch leisten müssen: Sinngebung. Die Frage nach dem Zweck des Unternehmens über die KPI’s (Key Performance Indicator) hinaus, wird künftig von Bedeutung sein, um Kundenbindung zu erlangen, Schlüsselspieler zu halten und Talente zu gewinnen. Einen authentischen, sinnstiftenden „Hafen“ zu schaffen, das wird eine zentrale Aufgabe von Führung in der nächsten Dekade sein. Ernst gemeinte und echt gelebte Werte als Orientierung für Mitarbeiter in immer weniger hierarchisierten Organisationen - da zeigt sich schnell, ob Unternehmensführung authentisch ist oder auf dem Stand der Unsere-Leitlinien-Tafel im Eingangsbereich stehen bleibt.