Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Vom Vorteil des Teilens oder – wie sich die Lücke zwischen Strategie und Ergebnissen schließen lässt

14. April 2014 von Sven Fissenewert
Hans H. Hinterhuber, der Grandseigneur der österreichischen Betriebswirtschaftslehre hat sich in seinem neuen Buch einem wohlbekannten unternehmerischen Phänomen gewidmet - der Schwergängigkeit der strategischen Maschine, oder, genauer gesagt: dem Nichtvorhandensein des Transmissionsriemens zwischen Topmanagement (dem klassischen Ort der Strategieentstehung) und nachfolgenden Führungsebenen (wo aus den strategischen Setzungen Aktionspläne, Projekte, Aufgabenpakete werden). Hinterhuber sieht diesen, bis heute vieler Orten anzutreffenden, Top-down Modus als gescheitert an. Die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie kann nur auf der Basis einer kollektiven Anstrengung auf allen Hierarchieebenen erreicht werden. Welcher Führungsstil, welche Haltung der Führenden ist die Voraussetzung für ein Gelingen einer solchen Vorgehensweise?

Gut verhandeln – Das kriegen sie nicht hin, oder?

18. November 2013 von Dr. Reinhard Schmitt
wirmüssenredenNun trug es sich zu, dass ich Ende September vor einem Kundentermin in Frankfurt nicht nur mit Zeit, sondern auch mit Muße ausgestattet einen Cappuccino in einem lokalen Kaffeetempel zu mir nahm und auf dem vor Ort reich gedeckten Tisch an Wirtschaftsliteratur für Müßiggänger eine neuere Ausgabe von 'brand eins' erspähte. Schwerpunkt "Verhandeln" prangte mir da entgegen, bedeutungsschwanger in Post-It-Optik ergänzt um den Satz "Wir müssen reden." In der Process-One-Definition von Führung gehört die "Beschleunigung von Aushandlungsprozessen" zur vornehmsten Aufgabe einer Führungskraft. Grund genug, mich dem Inhalt dieser Ausgabe intensiver zu widmen. Über neunzig Seiten (brutto) ergießt sich ein buntes Potpourri an Beiträgen, die sich – in der einen oder anderen Form – dem Thema 'Verhandeln' zuordnen lassen.

Leadership Innovation 2.0 – Die Antwort auf Komplexitätssteigerung und Informationsüberflutung?

21. Oktober 2013 von Dirk Gouder
Gestern las ich einen Artikel, in dem Kenneth Mikkelsen den geschätzten Kollegen Matthias Hovind (VP for Leaders Nordic bei Mannaz) zitiert. Nach dessen Meinung besteht die Hauptaufgabe für Führungskräfte in Zukunft unter der Überschrift „Leadership Innovation 2.0“ in folgendem:
A new type of leader As technology changes traditional ways of organising employee collaboration, new opportunities will arise for leaders. In the future, the most important leadership task will be to support employees’ self-determination and creative opportunities for expression…
Schon länger habe ich den Verdacht, dass einige Autoren und Experten der Komplexität mit noch mehr Komplexität entgegentreten wollen oder aber mit mehr Kreativität. Die Aussage von Matthias Hovind treibt das meines Erachtens noch auf die Spitze: Selbstbestimmung der Mitarbeiter und kreative Möglichkeiten des Ausdruck? Nach unserem Verständnis kaufen Unternehmen Ihren Mitgliedern einen Teil Ihrer „Nichttrivialität“ ab, damit genau das nicht passiert. Dies wird auch weiterhin so sein und es wird sogar noch wichtiger werden.

In Sachen Kommunikation nichts Neues?!

3. September 2012 von Sven Fissenewert
Über gelingende Kommunikation wissen wir inzwischen so ziemlich alles. Und doch ist der Artikel von Michael Rautenberg – gerade Führungskräften – zu empfehlen. Denn in seiner präzisen und gleichzeitig gut zugänglichen Sprache macht er deutlich warum wir oft wider besseren Wissens Kommunikation unzulässig vereinfachen. Mit allen negativen Folgen für Loyalität und Vertrauen im Unternehmen. Doch er zeigt auch, wie Dialog gelingen kann. Lesen Sie hier mehr…

Jogi Löw als postheroischer Manager

8. Juni 2012 von Dirk Gouder
In einem Interview der Zeit erläutert der Bundestrainer Jogi Löw eher beiläufig aber sehr klar sein Führungsverständnis. Dabei begegnet er vielen Herausforderungen, denen auch Führungskräfte alltäglich in ihren Unternehmen gegenüberstehen, mit einem stringenten Konzept: Er spricht über Erwartungsmanagement, über Verhandelbares und nicht Verhandelbares, über Verhaltensbeobachtung und Leistungsbeurteilung, über gemeinsame Zieldefinition, über Widerstand bei Innovationen und Kommunikation in der Veränderung, über Führungsteamarbeit, über Diskurs und Entscheidungen. Als einen wichtigen erfolgskritischen Punkt beschreibt Jogi Löw die Definition des Anforderungsprofils mit entsprechenden Kompetenzen (hier u.a. Lernfähigkeit) und nähert sich auch dem Dilemma, welches entsteht wenn Spieler die individuelle Leistung bringen, aber nicht dem Anforderungsprofil entsprechen (vgl. hierzu auch den Blogbeitrag "4 Typen von Führungskräften") . Am Ende des Interviews geht der Bundestrainer auf die Wichtigkeit der unterschiedlichen Ansprache bei unterschiedlichen Spielerpersönlichkeiten ein, die aus seiner Sicht unter anderem auch mit unterschiedlichen Funktionen korrelieren. Am 1. Juli werden wir (glauben zu) wissen, ob dieses Führungsverständnis nicht nur eine beobachtbare erfolgreiche Entwicklung des Systems deutsche Nationalmannschaft seit 2006 unterstützt hat, sondern auch zum ersten Titelgewinn dieses Konzeptes führte. Hier geht es zum Interview – Viel Spaß beim Lesen!

Die immer noch unterschätzte Führungskompetenz: Zuhören

21. Februar 2012 von Dirk Gouder
Charles Jones, Client Director bei Mannaz erklärt in seiner jüngsten Veröffentlichung warum Zuhören so schwierig ist. Er verweist dazu auf eine Statistik die von www.listen.org erhoben wurde. Demnach:
  • Sind wir in ca. 75% der Fälle in denen wir eigentlich zuhören sollten, abgelenkt, gedanklich anderweitig beschäftigt – nicht wirklich präsent
  • Wir hören 125-250 Wörtern die Minute beim Zuhören, denken aber mit 1000-3000 Wörtern die Minute
  • Unmittelbar nachdem wir zugehört haben können wir nur noch 50% des Gehörten rekapitulieren
  • Langfristig erinnern wir ca. 20% des Gehörten
  • Mehr als 35 Untersuchungen deuten darauf hin, das Zuhören eine Kernkompetenz für den Erfolg im Beruf ist
Obwohl dies keine neuen Erkenntnisse sind, stellen wir immer wieder fest, dass speziell in der Führungskommunikation implizit von anderen Prämissen ausgegangen wird und dass, das Potential welches im Zuhören liegt von Führungkräften gerne auf die Methode „aktives Zuhören“ reduziert wird.

Respekt – Wertschätzung und Konfrontation

16. August 2011 von Henning Keber
Seit vielen Jahren schon kämpft das Wertemanagement mit der schwer fassbaren Größe Respekt. Nicht erst seit der Finanzkrise ist es schlechter bestellt um das respektvolle Miteinander im Berufsleben, so die einen. Gänzlich verlorengegangen sei er, behaupten wieder andere und  verweisen auf negative Umfragewerte, die regelmäßig einen Mangel attestieren. Respekt - jeder erwartet ihn, er kostet kein Geld und ist dennoch nicht für alles Geld auf der Welt zu bekommen (vgl. „Respekt“, B. Bauhofer, 2008). Aber wie bekommt man ihn dann? Für Fritz B. Simon ist Respekt Kommunikation und keine Haltung. Denn die autonome Person entscheidet selbst, was sie als respektvoll an sich heranlässt oder eben nicht. Bedingungsloser Respekt jedem und allem gegenüber sieht er als gefährlich an und vermutet eine ähnliche Degradierung zur leeren Phrase wie andere Wertebegriffe (z.B. Toleranz, Solidarität).

„Ich möchte etwas bewegen“

20. Juni 2011 von Volker Dittmann
Interview mit Roland Berger – Begründer der Roland Berger Unternehmensberatung Roland Berger ist Gründer einer der größten Unternehmens- und Strategieberatungen weltweit. Wer Rat sucht, findet ihn bei Berger. Er ist der, der das Consulting in Deutschland hoffähig gemacht hat, beriet Gerhard Schröder und Edmund Stoiber, DaimlerChrysler und die Telekom, die Salzburger Festspiele und den FC Bayern München. Hier finden Sie den Mitschnitt eines Interviews mit ihm auf BAYERN3.

Führungszitat des Monats

15. November 2010 von Silvia Wierlacher
Kapital lässt sich beschaffen, Fabriken kann man bauen, Menschen muss man gewinnen.

Hans Christoph von Rohr (* 1938), Dt. Topmanager, bis 1995 Vorstandsvorsitzender Klöckner Werke AG