Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Führungszitat des Monats

2. Mai 2016 von Kirsten Niechcial
Die Menschen haben das Paradies verloren, weil sie vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Seitdem wissen sie, was gut ist, aber sie tun es nicht, sondern predigen es anderen. Vielleicht hätte ein zweiter Apfel geholfen.

Konrad Adenauer

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Contra „Pro und Contra“

25. April 2016 von Henrik Esper
procontraBereits in der Schule haben wir gelernt, Argumente und Gegenargumente für bestimmte Sachverhalte zu sammeln und in Form von “dialektischen Erörterungen” als Aufsatz zu verarbeiten. Das Denkschema der Für-und-Wider Argumentation ist uns in der Regel demnach ein bekanntes und vertrautes – was liegt also näher, als auch bei der Herbeiführung von Entscheidungen im professionellen Umfeld auf Bewährtes zurückzugreifen? Gunar M. Michael liefert in der Märzausgabe von managerSeminare einen interessanten Impuls zum Thema Entscheidungsfindung, in dem er empfiehlt, die Pro-und-Contra-Frage als “ultimatives Instrument der Entscheidungsfindung” eher weniger als mehr zu nutzen. Vielmehr plädiert er dafür, (gemeinsam) sehr klare und spezifische Voraussetzungen / Kriterien zu definieren unter denen einem bestimmten Vorhaben zugestimmt werden kann. Die Frage lautet demnach nicht mehr : “Was spricht dafür, was spricht dagegen?” sondern “Unter welchen Umständen können wir der Option zustimmen?”. Damit ließe sich vermeiden, dass viel Energie in einen Schlagabtausch fließt, welcher häufig in einem argumentativen “Ping-Pong” mündet. Vielmehr führe die Frage nach den Voraussetzungen zu einem anderen, einem lösungsorientierten Denken. Der Autor empfiehlt, die Verbindlichkeit für die Beteiligten an der Entscheidungsfindung nach der Definition der Kriterien durch deren Unterschrift – z.B. auf einer “Voraussetzungs-Mindmap” – deutlich zu erhöhen. Quelle: Gunar M. Michael: Pro-&-Contra-Diskussionen sind kontraproduktiv, managerSeminare, März 2016, 28-29.

P1 Quarterly – Keine Führung ohne Macht

14. April 2016 von Henrik Esper
2015-1_Quarterly_Cover-smIn Unternehmen gilt: Nichts wird so gründlich tabuisiert wie Macht. Eine Folge davon: Führungskräfte, formal vom Unternehmen mit Macht ausgestattet, setzen sich selten bewusst mit ihrer Macht auseinander, weder mit den damit einhergehenden Einflussmöglichkeiten noch mit der bewussten Gestaltung der eigenen Verantwortung. (--> hier das Quarterly als PDF Download)

Macht – die verkannte Größe

Macht hat einen wechselvollen Ruf. Sie findet sich in so gut wie allen Lebensbereichen wieder, hat vielfältige Bedeutungen und löst mannigfaltige Assoziationen aus. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb ist selten klar, was Macht eigentlich „ist“. Ihrem Wesen nach scheint sie eher unsichtbar zu sein. Dabei wurde und wird über kaum ein anderes Phänomen unseres Alltags so leidenschaftlich moralisiert wie über Macht. Die einen bringen sie vornehmlich mit Unterwerfung, Zwang und Unfreiheit in Verbindung. Die anderen betrachten sie als eine konstituierende Kraft, ohne die weder gesellschaftliches, noch familiäres oder wirtschaftliches Leben denkbar wäre. In Unternehmen gilt: Nichts wird so gründlich tabuisiert wie Macht. Eine Folge davon: Führungskräfte, formal vom Unternehmen mit Macht ausgestattet, setzen sich selten bewusst mit ihrer Macht auseinander, weder mit den damit einhergehenden Einflussmöglichkeiten noch mit der bewussten Gestaltung der eigenen Verantwortung. So selbstverständlich das Phänomen ist, so unklar ist der Begriff „Macht“. Wie grenzt sie sich ab von verwandten Phänomenen wie Einfluss, Kontrolle, Zwang, Herrschaft, Gewalt und wo gibt es Schnittmengen, etwa wenn wir über Autorität reden? Und welche Wechselwirkungen gibt es, beispielsweise im Verhältnis zwischen Macht und Freiheit? Wie könnte eine gegenwartsgerechte Beschreibung, insbesondere mit Blick auf die Verhältnisse in Organisationen, aussehen? 

Advent –

14. Dezember 2015 von Wigbert Walter
RotkaeppchenJahresendrallye, Mastgansvorbestellung, Geschäftsjahresabschluss, Weihnachtskartenpingpong – Zeit der Besinnung und inneren Einkehr oder Stress allenthalben? Was aber genau ist eigentlich Stress? Manfred Spitzer, Neurowissenschaftler, Psychiater und Philosoph behauptet in seinem aktuellen Werk, es sei das Fehlen von Kontrolle.  - Welche Bedeutung in diesem Zusammenhang dem Handeln von Führungskräften zufällt, erfahren Sie im folgenden Auszug aus seinem Buch: Rotkäppchen und der Stress Sollten Sie gar freie Zeit haben oder planen und Sie überlegen wie Sie diese am sinnvollsten investieren oder es interessiert Sie das Thema Achtsamkeit, dann sei Ihnen die Lektüre in Gänze ans Herz gelegt: „Rotkäppchen und der Stress“ – (Ent-)spannendes aus der Gehirnforschung, Manfred Spitzer, 2014 Schattauer Verlag.

Führungszitat des Monats

3. August 2015 von Kirsten Niechcial

Du musst jeden Tag entscheiden, wer den Preis für deine Führung zahlt: du oder deine Leute.

Kevin Leman, Amerik. Wirtschaftsberater und Autor

Der Weg zur Meisterschaft – ein Buchtipp

29. Juli 2015 von Henrik Esper
perfektUrlaubszeit ist für viele Menschen  - auch Führungskräfte  - Lesezeit. Wer Lust hat, sich mit dem Thema der eigenen (Karriere-?)Entwicklung zu beschäftigen und sich fragt, wie es Menschen schaffen, über sich hinauszuwachsen, und außergewöhnliche Leistungen und Erfolge zu erringen, dem empfehle ich das Buch “Mastery” des amerikanischen Bestsellerautors Robert Greene. Der Titel der deutschen Ausgabe, “Perfekt! Der überlegene Weg zum Erfolg”, ist etwas irreführend, da es erstens nicht um Perfektion, sondern um “Meisterschaft” geht und es sich zweitens nicht um einen Ratgeber oder ein Selbsthilfebuch mit einfachen (und/oder schnellen) Rezepten oder Checklisten handelt, die einen in kürzester Zeit zum Erfolg führen. Wer also nach Abkürzungen sucht, wird enttäuscht werden. Wer allerdings glaubt, Genialität und ein besonders hoher IQ seien die Grundvoraussetzungen für außergewöhnlichen Erfolg, könnte ermutigt werden – zumindest, wenn er sich nicht selbst als genial oder IQ-Bestie einstuft….in aller Bescheidenheit. Im Gegensatz zu den “Ratgebern” zahlreicher Motivationsgurus, die schnelle Lösungen versprechen, beschreibt Greene, wie „der Weg zur Meisterschaft” mit Leidenschaft einerseits und harter, jahrelanger Arbeit andererseits gepflastert ist. Robert Greene zeichnet anhand der – oft von Fehlschlägen begleiteten – Biographien historischer und zeitgenössischer “Meister ihres Faches” aus völlig unterschiedlichen Gebieten ihre Erfolgswege nach und identifiziert dabei einen mehrstufigen Prozess von der Entdeckung der eigenen “Bestimmung” und “Lebensaufgabe” über die Zeit der Ausbildung bis hin zur “Meisterschaft”. So finden sich spannende Geschichten von Leonardo da Vinci, Wolfgang Amadeus Mozart, Albert Einstein, Benjamin Franklin, Ingmar Bergman bis hin zu Boxtrainer Freddie Roach. Eine schöne Einführung bietet eine Aufnahme einer Rede von Robert Greene in Oxford. Weitere Infos zum Autor hier.

Die wichtigste Frage

22. Juni 2015 von Wigbert Walter
FrageZu Beginn diesen Jahres hat der Harvard Business Manager in seinem Sonderheft Leadership renommierte Wissenschaftler, Vordenker und Manager gefragt: Welches ist Ihrer Meinung  nach die wichtigste Frage, die sich eine Führungskraft stellen sollte. Kurz vor dem zeitlichen Zenit dieses Jahres haben wir einige, aus unserer Sicht relevante, Impulse aus dem Tagesgeschäft gekramt... So fragt Dietmar Fink, Inhaber des Lehrstuhls Unternehmensberatung und -entwicklung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor dem Hintergrund der immer kleiner werdenden Welt, welche uns immer schneller über den Kopf zu wachsen scheint: „Was ist wirklich wesentlich? Und zwar für das Unternehmen, meine Kollegen – und für mich selbst?“ Rückbesinnung auf das was wirklich zählt, sei der beste Weg, Struktur in eine unüberschaubare Welt zu bringen. Für Unternehmen gelte weiter der ökonomische Grundsatz. Umsatz minus Kosten gleich Gewinn. Alles was dieser Gleichung nicht standhalte, könne ein Unternehmen verwerfen... Auch mancher betriebsinterne Konflikt lasse sich handhaben, wenn er man ihn auf das Wesentliche zurückführte:

Führungszitat des Monats

1. Juni 2015 von Kirsten Niechcial
  Je älter ich werde, umso weniger achte ich darauf, was die Menschen sagen - ich achte darauf, was sie tun.

Andrew Carnegie US-Industrieller

 

Leiter der Verantwortung: Opfer oder Täter?

25. Mai 2015 von Peter Rathsmann
Das Bild der Leiter und den Namen "Leiter der Verantwortung" habe ich aus dem amerikanischen Sprachraum entliehen und mit dem bei uns bekannten Konzept von Selbstverantwortung und Wahlfreiheit kombiniert. Das Ergebnis ist ein leicht verständliches und vor allen Dingen einprägsames Modell (sagen unsere Teilnehmer). Die Verdeutlichung gegenüber Dritten klappt am besten mit einem konkreten, selbst erlebten Beispiel aus dem eigenen Umfeld. In meinem Fall ist es die 17-jährige Tochter, die am frühen Abend via WhatsApp erfährt, dass sie am Folgetag einen unangekündigten Mathetest schreibt und auf mein Nachfragen „und jetzt Marie?“ die einzelnen Stufen durchläuft. Das Modell zeigt wunderbar, wie wir es immer wieder schaffen, uns in schwierigen Situationen unbewusst zu „Opfern“ zu machen und wie unglaublich schwer es ist, Stufe für Stufe, insbesondere die fünfte, in Richtung „Täter“ zu erklimmen. LeiterDerVerantwortung