Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Gesundheit als betriebliche Maßnahme!?

28. Oktober 2015 von Martina Post
Das Thema „Gesundheit“ wurde lange Zeit mit dem Pflaster der Arbeitssicherheit verarztet. In den letzten Jahren hat es sich im Mantel des „Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)“, der „Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF)“ und des „Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)“ einen populären Platz in Unternehmen erobert. In diesem Zusammenhang werden Themen diskutiert wie beispielsweise „Fehlzeitenanalysen“, „Gesundheit als unternehmerischer Erfolgsfaktor“ und „Gesundes Führen“. In einigen großen Betrieben und Konzernen gehört das Thema „Gesundheit“ – im Sinne der Arbeitssicherheit und psychischen Gesundheit -  zum betrieblichen Alltag. In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beschränkt es sich währenddessen oftmals (noch) auf Arbeitssicherheit.

Planet der Affen

19. Oktober 2015 von Wigbert Walter
monkeybusinessRegelmäßig fragen wir Führungskräfte: „Wie zufrieden sind Sie in Ihrer Führungsrolle versus Operatives selbst erledigen? Haben Sie ausreichend Zeit zur Entwicklung Ihres Verantwortungsbereiches, Ihrer Mitarbeiter aber auch von Ihnen selbst? Wie oft erleben Sie sich verstrickt im Tagesgeschäft?“ Und regelmäßig erreicht der durchschnittliche Zufriedenheitswert auf einer Skala von 1 bis 10 nicht mehr als eine 6 ... Reichlich Luft nach oben! Häufig wird mangelnde Zeit als Grund für diese Einschätzung angeführt. Die Decke der Führung scheint immer zu kurz! Eine aktuell dringliche Frage heutiger Führungskräfte, scheint daher zu lauten: „Wie schaffe ich mir mehr Zeit für Führung?“ An dieser Stelle möchten Sie mit einer über vierzig Jahre alten Metapher konfrontieren - nicht neu, vielleicht aber mit Potential für Sie „Neue Zeit“ zu gewinnen.

Mit nur 6 Regeln wird die Arbeit leichter …

30. August 2015 von Dr. Reinhard Schmitt
… behauptet zumindest Yves Morieux, Direktor des BCG Institute for Organization:
  • Regel 1: Verstehen Sie, was Ihre Kollegen tun (jenseits der offiziellen Stellenbeschreibungen)
  • Regel 2: Stärken Sie Integrierer (statt Sie auf ihren Verantwortungsbereich einzunorden)
  • Regel 3: Erhöhen Sie die Machtfülle (statt alles regeln zu wollen)
  • Regel 4: Vergrößern Sie den Schatten der Zukunft (und konfrontieren Sie die Menschen direkt und unmittelbar mit den Konsequenzen ihres Handelns oder Nicht-Handelns)
  • Regel 5: Erhöhen Sie die Gegenseitigkeit (indem Sie den eigenen Erfolg vom Erfolg des Gegenübers abhängig machen und persönliche Komfort-Puffer entfernen)
  • Regel 6: Belohnen Sie jene, die zusammenarbeiten (und rügen Sie öffentlich jene, die es nicht tun)
Yves Morieux nennt seinen Ansatz „Smart Simplicity“ und denkt diesen von heutigen Gegebenheiten in Großunternehmen mit gewachsenen Strukturen aus, was dem Ganzen einen Hauch von Praktikabilität verleiht. Spannend sind seine Vorschläge zum Umgang mit Verantwortung und der Erzwingung von Zusammenarbeit. Auch seine Erklärung, warum immer mehr Führungskräfte und Mitarbeiter innerlich kündigen oder gar gegen die Interessen der Firma arbeiten, ist ein gedankliches „Nachdieseln“ wert. Alles eine Frage der guten Geschäfte… Hier das Video (TED Talk, 12 Minuten): (Schalten Sie unten rechts die deutschen Untertitel ein. Dies könnte sich als hilfreich erweisen.)

Führungszitat des Monats

6. Juli 2015 von Kirsten Niechcial
AlbertSchweitzer Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige.

Albert Schweitzer Nobelpreisträger

         

 

Die wichtigste Frage

22. Juni 2015 von Wigbert Walter
FrageZu Beginn diesen Jahres hat der Harvard Business Manager in seinem Sonderheft Leadership renommierte Wissenschaftler, Vordenker und Manager gefragt: Welches ist Ihrer Meinung  nach die wichtigste Frage, die sich eine Führungskraft stellen sollte. Kurz vor dem zeitlichen Zenit dieses Jahres haben wir einige, aus unserer Sicht relevante, Impulse aus dem Tagesgeschäft gekramt... So fragt Dietmar Fink, Inhaber des Lehrstuhls Unternehmensberatung und -entwicklung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor dem Hintergrund der immer kleiner werdenden Welt, welche uns immer schneller über den Kopf zu wachsen scheint: „Was ist wirklich wesentlich? Und zwar für das Unternehmen, meine Kollegen – und für mich selbst?“ Rückbesinnung auf das was wirklich zählt, sei der beste Weg, Struktur in eine unüberschaubare Welt zu bringen. Für Unternehmen gelte weiter der ökonomische Grundsatz. Umsatz minus Kosten gleich Gewinn. Alles was dieser Gleichung nicht standhalte, könne ein Unternehmen verwerfen... Auch mancher betriebsinterne Konflikt lasse sich handhaben, wenn er man ihn auf das Wesentliche zurückführte:

Innovationsblüten – bloß nicht einverleiben lassen!

8. Juni 2015 von Dr. Reinhard Schmitt
„Konzerne sind nicht unbedingt die beste Brutstätte für Innovationen, egal wie groß ihre Forschungsabteilungen auch sein mögen. Es fehlen ihnen die Tentakel zum Aufspüren von Forschungsfeldern in einem sehr frühen Stadium. So etwas überlassen sie lieber kleineren Firmen.“
konzern1Diese Auffassung vertritt der Biologe Yuri Gleba, Geschäftsführer der Biotech-Firma Icon Genetics und Kenner beider Welten (siehe brand eins online "Fast eine gerade Linie"). „Für wirkliche Innovation ist freies, manchmal radikales Denken die notwendige Voraussetzung und das fällt den meisten Menschen, die in Großunternehmen arbeiten, sehr schwer. Sie sind eher auf die Vermeidung von Risiken ausgerichtet.“ Anderen wiederum, so Gleba, werde diese Fähigkeit systematisch abtrainiert. Den Topwissenschaftlern etwa, die Konzerne immer wieder anheuern. „Es dauert meist nicht lange, bis solche Leute merken, dass es vor allem darum geht, sich mit den Vorgesetzten gut zu stellen. Sie verfallen in eine Art vorauseilenden Gehorsam. Das Perfide daran ist: Dieser Prozess vollzieht sich so allmählich, dass der Betreffende die Veränderung an sich selbst gar nicht bemerkt.“

Leiter der Verantwortung: Opfer oder Täter?

25. Mai 2015 von Peter Rathsmann
Das Bild der Leiter und den Namen "Leiter der Verantwortung" habe ich aus dem amerikanischen Sprachraum entliehen und mit dem bei uns bekannten Konzept von Selbstverantwortung und Wahlfreiheit kombiniert. Das Ergebnis ist ein leicht verständliches und vor allen Dingen einprägsames Modell (sagen unsere Teilnehmer). Die Verdeutlichung gegenüber Dritten klappt am besten mit einem konkreten, selbst erlebten Beispiel aus dem eigenen Umfeld. In meinem Fall ist es die 17-jährige Tochter, die am frühen Abend via WhatsApp erfährt, dass sie am Folgetag einen unangekündigten Mathetest schreibt und auf mein Nachfragen „und jetzt Marie?“ die einzelnen Stufen durchläuft. Das Modell zeigt wunderbar, wie wir es immer wieder schaffen, uns in schwierigen Situationen unbewusst zu „Opfern“ zu machen und wie unglaublich schwer es ist, Stufe für Stufe, insbesondere die fünfte, in Richtung „Täter“ zu erklimmen. LeiterDerVerantwortung  

Das Pinguin-Prinzip

13. Mai 2015 von Henning Keber

 – oder woran es liegt, wenn’s nicht flutscht

In einer kleinen Geschichte regt der Mediziner, Kabarettist und Buchautor Eckart von Hirschhausen auf witzige und gleichsam wertschätzende Weise zum Nachdenken über elementare Fragen der Lebensgestaltung an. Dass er mit dieser Geschichte zugleich auf zentrale Themen der Führung, insbesondere der Königsdisziplin Selbstführung einen Scheinwerfer wirft, war vermutlich nicht seine Hauptintention. Wobei er diesen Kollateralnutzen sicher zu schätzen wüsste. Im Rahmen von Entwicklungsprogrammen sollten Führungskräfte regelmäßig an den zentralen Fragen der Selbstführung vorbeikommen. Diese Geschichte regt unserer Erfahrung nach Führungskräfte auf angenehme Weise zum Nachdenken über stärkenorientierte Selbst- und Personenführung an. Viel Spaß mit Ihrem Pinguin.

Führungszitat des Monats

4. Mai 2015 von Kirsten Niechcial
  Wiedeking   Wer ein Unternehmen erfolgreich führen will, davon bin ich fest überzeugt, der braucht ein paar Grundsätze, zu denen er auch in schwierigen Zeiten steht und die er nicht jeden Tag neu in den Wind hängt.

Wendelin Wiedeking (ehem. Vorstandsvorsitzender Porsche AG)