Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Führungskräfte mit Herz

19. August 2013 von Henning Keber
…so der Titel eines Interviews mit dem Manager, Buch-Autor und Psychologen Robert Betz, das in der Juni-Ausgabe des Harvard Business Managers abgedruckt wurde (HBM, Juni 2013). Betz vertritt die Ansicht, dass Organisationen vor geradezu existenzbedrohenden Zeiten stehen, wenn es ihnen nicht gelingt, Antworten auf die Frage zu finden, wie das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter in Einklang mit der Arbeit gebracht werden kann. Dabei sieht er alle Beteiligten gleichermaßen in der Verantwortung zur Lösungsfindung: Da sind zum einen die Führungskräfte, die zunächst für und bei sich selbst erkennen müssten, dass und wie sie oftmals Teil des Problems sind. Selbstreflexion und Selbstführung sind dabei zentrale Ansätze, um sich der eigenen Emotionalität bewusst zu werden und einen angemessenen Umgang mit ihr zu entwickeln. Da sind zum anderen die Mitarbeiter selbst, die ihren Teil der Verantwortung für ihre Zufriedenheit tragen. Sie müssen sich fragen, inwiefern die Arbeit ihr Herz erfüllt oder ob sie für die Arbeit brennen und sie mit Lust, Leichtigkeit und Leidenschaft verrichten. Zu guter Letzt tragen auch die Unternehmen einen Teil der Verantwortung zur Lösungsfindung, indem sie zulassen, dass Themen wie Emotionalität, Empathie und Authentizität tatsächlich Einzug halten darf in Organisationen. Laut Betz müssen Unternehmen in Zukunft „sich öffnen für Hilfen zur Lösung privater Probleme und in ihren Mitarbeitern das Bewusstsein wecken für die Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper, Gedanken und Gefühlen…“. Unternehmen sollen nicht die Selbstverantwortung von den Mitarbeitern übernehmen, aber Hilfen bereitstellen und Möglichkeiten schaffen, sich mit den psychologischen Aspekten der Arbeitswelt beschäftigen zu können. Der gesamte Artikel läßt sich über das Bezahlangebot des Harvard Business Managers erwerben.