Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Jogi Löw als postheroischer Manager

8. Juni 2012 von Dirk Gouder
In einem Interview der Zeit erläutert der Bundestrainer Jogi Löw eher beiläufig aber sehr klar sein Führungsverständnis. Dabei begegnet er vielen Herausforderungen, denen auch Führungskräfte alltäglich in ihren Unternehmen gegenüberstehen, mit einem stringenten Konzept: Er spricht über Erwartungsmanagement, über Verhandelbares und nicht Verhandelbares, über Verhaltensbeobachtung und Leistungsbeurteilung, über gemeinsame Zieldefinition, über Widerstand bei Innovationen und Kommunikation in der Veränderung, über Führungsteamarbeit, über Diskurs und Entscheidungen. Als einen wichtigen erfolgskritischen Punkt beschreibt Jogi Löw die Definition des Anforderungsprofils mit entsprechenden Kompetenzen (hier u.a. Lernfähigkeit) und nähert sich auch dem Dilemma, welches entsteht wenn Spieler die individuelle Leistung bringen, aber nicht dem Anforderungsprofil entsprechen (vgl. hierzu auch den Blogbeitrag "4 Typen von Führungskräften") . Am Ende des Interviews geht der Bundestrainer auf die Wichtigkeit der unterschiedlichen Ansprache bei unterschiedlichen Spielerpersönlichkeiten ein, die aus seiner Sicht unter anderem auch mit unterschiedlichen Funktionen korrelieren. Am 1. Juli werden wir (glauben zu) wissen, ob dieses Führungsverständnis nicht nur eine beobachtbare erfolgreiche Entwicklung des Systems deutsche Nationalmannschaft seit 2006 unterstützt hat, sondern auch zum ersten Titelgewinn dieses Konzeptes führte. Hier geht es zum Interview – Viel Spaß beim Lesen!