Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

sechsseiten – Ausgabe 04-3

16. Februar 2011 von Peter Rathsmann

Die Krise ist vorbei - und was haben wir zum Thema Führung daraus gelernt?

Was sollte Führung in Krisenzeiten leisten?
„Jene praktischen Männer, die von sich glauben, frei zu sein von jedwedem intellektuellen Einfluss, sind üblicherweise die Sklaven irgendeines längst verstorbenen Ökonomen.“

John Maynard Keynes

Dies ist nicht einer der Sätze, für die der Ökonom Keynes berühmt geworden ist. Und doch bildet er den Ausgangspunkt für die immer wieder auftretende Frage: Was ist das nützlichste Verständnis von Führung in Krisenzeiten? Oder – Für welche Probleme in Unternehmen ist Führung die Lösung? Darüber hinaus macht der Satz deutlich, dass wir – was immer wir auch denken – Theorien benutzen, um die Komplexität der Welt auf ein verarbeitbares Maß zu reduzieren. Im Ergebnis macht es natürlich einen Unterschied, wie gut die (bewusst oder unbewusst genutzte) Theorie funktioniert. Auch im Hinblick auf die oben gestellte Frage, was Führung in dieser Zeit leisten muss.

Der X- und der Y-Typus

Erstaunlicherweise (oder – wie wir sehen werden – vielleicht auch nicht) wird man bei der Suche nach einem geeigneten theoretischen Ausgangspunkt bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts fündig. Da beschrieb der MIT-Professor Douglas McGregor in seinem zum Klassiker gewordenen Werk „The Human Side of Enterprise“ sehr eindrucksvoll, dass man Menschen prinzipiell auf zwei Arten betrachten kann. Und lieferte sodann zwei dazu passende Managementtheorien – die Theorie X und die Theorie Y. Vertreter der Theorie X gehen davon aus, dass Menschen von Natur aus dumm und faul sind, möglichst wenig arbeiten und Verantwortung meiden wollen.

Führungszitat des Monats

1. Mai 2010 von Dirk Gouder
[caption id="attachment_1115" align="alignleft" width="156" caption="Dr. phil. Manfred Hinrich"][/caption] Litten die, die leiden lassen, gäbe es weniger Leid.  

Dr. phil. Manfred Hinrich Deutscher Philosoph (*1926)

 

 

 

What would Peter do?

21. Dezember 2009 von Sven Fissenewert

Peter Drucker wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Was hätte er zu den Entwicklungen der Finanz – und  Wirtschaftssysteme der letzten beiden Jahre gesagt? Liefern die Antworten des zu den bekanntesten Managementvordenkern gehörenden Österreichers auch Lösungen für das Navigieren im Hier und Jetzt?

 

Rosabeth Moss Kanter fasst im Leitartikel des Harvard Business Review (November 2009) die wichtigsten Aussagen  Druckers zusammen.

Navigieren im Nebel – Führungsaufgabe(n) in Zeiten des Umbruchs und der Veränderung

4. September 2009 von Dirk Gouder

Veränderung versus Transition

In Zeiten des Umbruchs und der Veränderung ist es meist nicht die Veränderung selbst, die Schwierigkeiten bereitet, sondern der Transitionsprozess. Die Veränderung ist situationsbezogen: Aus A soll B werden. Die Transition ist ein Prozess in 3 Phasen*:
  1. “Loslassen” alte Verhaltensweisen, Einstellungen und Muster beenden
  2. “Neutrale Zone” Erfahrungen sammeln und Verhalten anpassen, kein Wissen, Lernen
  3. “Neuanfang” Referenzen werden neu definiert, neues Verhalten wird nachhaltig implementiert
*Nach William Bridges, Managing Transitions

Führen in Veränderungen – eine komplexe Herausforderung

Die Anpassungsprozesse in den drei Phasen sind in erster Linie emotionale, psychologische und systemeigene Prozesse und für diese Prozesse brauchen Führungskräfte unserer Erfahrung nach:
  1. Wissen Was passiert eigentlich in einem Transitionsprozess? Bei mir, bei meinen Mitarbeitern, in der Organisation?
  2. Einen Plan Wie gestalte ich diesen Anpassungsprozess professionell? Wie gestalte ich meine Führung in dieser Zeit?
  3. Unterstützung und Austausch Welche anderen Lösungen werden im Unternehmen für ähnliche Herausforderungen generiert?
  4. Orientierung Welches sind die Rahmenbedingungen in denen wir den Transitionsprozess gestalten dürfen/sollen?
  5. Tools Welche vergemeinschafteten Werkzeuge, Modelle und Begriffe setzen wir ein?
Unsere detaillierte Ausführung zum Transitionsprozess finden Sie hier als PDF zum Download.

Buchtipp: 33 Sofortmaßnahmen gegen die Krise

28. August 2009 von Maic Stäbler
Die Wirtschaftskrise fordert Führungskräfte, tragfähige Entscheidungen zu treffen: Ist es besser, den Preis zu senken, um die Absatzmenge zu halten oder den Preis zu halten, aber dafür weniger abzusetzen? Wodurch sparen wir sofort mehr? Durch die Entlassung von 20 % unserer Belegschaft oder durch 20 % weniger Entgelt? In seinem Buch "33 Sofortmaßnahmen gegen die Krise - Wege für Ihr Unternehmen" hat der Autor Hermann Simon (durchaus mit Schwerpunkt auf Produktionsbetriebe) 33 aktuelle Tipps zusammengestellt und gibt damit Führungskräften Anregungen an die Hand, worauf Sie mit Blick auf eine tragfähige Krisenbewältigung achten sollten. Lesenswert, prägnant mit Beispielen durchwoben, auf den Punkt gebracht und sehr aktuell.

sechsseiten 2009

18. Juni 2009 von Kirsten Niechcial
Das Jahr 2009 ist kein Jahr wie jedes andere – Bankenkrise, Börsencrash, Rezession – selten sahen sich Staat, Unternehmen, wie auch Privatpersonen solch wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Für viele geht es dabei schlicht ums blanke Überleben.   „Überleben“ ist auch der Titel der im Mai erschienenen, ersten Ausgabe 2009 der Process One Schriftenreihe „SechsSeiten“. Und auch die folgenden fünf Ausgaben thematisieren die Frage, wie es gelingt, Antworten auf die verschärften Herausforderungen zu finden und die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern. So titeln die kommenden Ausgaben der SechsSeiten 2009 mit „Change“, „Strategie“, „Zukunftsfähigkeit“, „Führung“ und „Nachhaltigkeit“.   Zu bestellen sind die SechsSeiten als Druckversion über den Menüpunkt „Service“ der Process-One Homepage, wo sie auch jeweils einen Monat nach Erscheinen als PDF zum Download bereit stehen.

Zur Aerodynamik moderner Organisationen

24. April 2009 von Sven Fissenewert
Eine bestimmt nicht nahe liegende aber höchst interessante Analogie zwischen der Aerodynamik von Flugzeugen und den Erfordernissen heutiger Unternehmensführung bieten die Autoren Reinhard Krusche, Torsten Groth, Reinhart Nagel und Thomas Schumacher in ihrem Beitrag „ Houston, we have a problem…“ in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für postheroisches Management.   Was hat die Steuerungslogik und –mechanik eines großen Verkehrsflugzeuges des vergangenen Jahrhunderts mit der Art und Weise zu tun wie Unternehmen gesteuert wurden? Und was kann man dieser Tage über Unternehmen lernen wenn man sich eingehender mit der Funktionsweise eines Kampfjets befasst…http://www.postheroisches-management.de/pdf/revue-03-houston.pdf

Positive Leadership. Eine Studie zum Führungsverhalten österreichischer Führungskräfte

21. Februar 2009 von Dirk Gouder
September/Oktober 2008 (gem. mit Karmasin Motivforschung) Die Studie liefert Begründungen, warum Führungskräfte in die Krise geraten sind und offenbart einen längst fälligen Perspektivwechsel. Autorin dieser Studie ist Dr. Ruth Seliger  Die Ergebnisse dieser Studie reflektieren auch unsere Erfahrungen mit Organisationen im Umgang mit Führung. (vgl. Führungsentwicklung) Die folgenden Ergebnisse und Informationen sind einer Presseerklärung entnommen. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Autorin

I. Quintessenz der Studie:

• Führung wird zu oft „aus dem Bauch heraus" betrieben und zu selten auf der Basis fundierten Wissens. • In Unternehmen wird viel kommuniziert, aber wenig Klartext gesprochen. • Führung wird als ein Phänomen der „Persönlichkeit" verstanden, nicht als ein Organisationsphänomen. Konsequenzen: • Führung ist eine professionelle Aufgabe, die gelernt werden muss. • Organisationen müssen Bedingungen schaffen, die gute Führung ermöglichen und gutes Führungsverhalten als vorteilhaft zeigen. • Führungsinstrumente müssen auf ein Unternehmen und seine Aufgaben genau zugeschnitten werden. Studie, Positive Leadership. Eine Studie zum Führungsverhalten österreichischer Führungskräfte September/Oktober 2008, umfangreiche Online Befragung, 3000 Adressen, 520 Teilnehmer, 367 vollständige ausgefüllte Fragebögen, Karmasin Motivforschung

sechsseiten – Sonderausgabe Januar 2009

21. Januar 2009 von Sven Fissenewert

Rezession – eine Wirklichkeitskonstruktion?

Haben auch Sie gerade das Gefühl, dass unsere Welt um uns herum zusammen bricht? Fürchten Sie um Ihre Ersparnisse oder um Ihren Job? Stellt sich Ihr Unternehmen bereits auf die bevorstehende Rezession ein? Doch: Wie „wirklich“ ist die Rezession überhaupt? Natürlich gibt es Definitionen von Ökonomen, was eine Rezession ist. Eine der gängigen Definitionen lautet wie folgt: Als Rezession bezeichnet man eine Phase des Konjunktur-zyklus, in der die wirtschaftliche Aktivität langsam zurückgeht. Die Rezession folgt gewöhnlich auf einen Aufschwung und geht einer Depression voran. Legt man diese Definition zugrunde und betrachtet dann gleichzeitig verschiedene volkswirtschaftliche Größen – allen voran das Brutto-Inlands-Produkt – so lässt sich ziemlich genau sagen, in welcher Phase des Konjunkturzyklus wir uns gerade befinden. Das eigentlich Entscheidende ist doch aber: Wie erleben wir das in dieser Form definierte und gemessene Geschehen? Aus welchem individuellen Blickwinkel betrachten wir es? Ein Beispiel: Auch Zeit lässt sich klar messen. Das Empfinden jedoch, ob sie langsam vergeht oder schnell, ob man zu wenig davon hat oder zuviel, hängt ganz davon ab, welche individuelle Bedeutung wir ihr geben. Alles Leiden hat seinen Anfang darin, dass wir unseren eigenen Gedanken Glauben schenken. Wie weit entspringt also das, was derzeit als „Absturz, Crash, Horror, Panik“ durch die Gazetten geistert, weniger einer messbaren Rezession als vielmehr einer Konstruktion unserer Köpfe? Welche Konstruktionen sind es nun, denen wir besonders gerne Glauben schenken?

Offener Brief zum Thema Führung nach der Finanzkrise

8. November 2008 von admin
Wir folgen der Aufforderung der Autoren zur Verbreitung dieses offenen Briefes und weisen darauf hin, dass die Inhalte nicht notwendigerweise unsere Ansicht widerspiegeln. Gerne verweisen wir auf die Einladung der Autoren zur Diskussion und sind gespannt auf Ihre Kommentare.  Verfasser und Quelle des Briefes finden Sie am Ende des Beitrages

Bye-Bye Management!

Ein offener Brief zum Ausweg aus der Finanzkrise. Leben Sie auch in einer Welt, in der gerade alles zusammenbricht? In der die schönen, fetten Jahre vorbei sind und die Zukunft eher wie eine dunkle Sturmfront wütend über Ihren Ersparnissen und Hoffnungen grollt? Haben Sie das Gefühl, im Moment läuft so Einiges daneben - ja sind Sie sich dessen sogar sicher? Gut, dann gehen Sie doch mit uns ein wenig vor die Tür und lernen Sie unsere Welt kennen: Der Himmel strahlt in leuchtendem Blau, die Wiesen erstrecken sich in saftigem Grün, ein Bächlein plätschert friedlich glitzernd vor sich hin. Passanten, die uns begegnen, grüßen freundlich, bevor sie uns in ein ermutigendes Gespräch über unsere tolle Zukunft verwickeln. Bei aufregenden, positiven, zukunftsweisenden Begegnungen merken wir, dass jetzt eine gute Zeit ist, um etwas Neues anzupacken. Eine Zukunft, die uns alle braucht. Ausnahmslos. Geben Sie die Hoffnung nicht auf: Sie können etwas tun! Wir möchten eine andere Sicht der Finanzkrise mit Ihnen teilen. Eine, von der wir glauben, dass sie Bestand hat.  ‣ Die wirkliche Krise liegt nicht etwa darin, dass Milliarden von egal welcher Währung verschwunden sind (oder gewandert - denn „weg" sind sie ja nicht!). ‣ Es ist keine Krise, dass Manager hohe Gehälter und unverschämt großzügig erscheinende Abfindungen erhalten. ‣ Die Krise besteht auch nicht darin, dass viele jetzt wieder von vorne anfangen müssen, für die Ausbildung der Kinder, die Altersvorsorge oder das neue Auto zu sparen. ‣ Und es ist bestimmt keine Krise, dass ganze Staaten drohen, an der kollektiven Dummheit der vergangenen Jahre ärmer zu werden. Die eigentliche Krise ist, dass partout nichts aus der Krise gelernt werden will. Derzeit wird versucht Schuldige auszumachen, um diese - wenn möglich - zu bestrafen. Ist das geschehen, dann können wir wieder so tun, als hätten wir alles unter Kontrolle. Um dann genau so weiter zu machen wie bisher.