Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Die immer noch unterschätzte Führungskompetenz: Zuhören

21. Februar 2012 von Dirk Gouder
Charles Jones, Client Director bei Mannaz erklärt in seiner jüngsten Veröffentlichung warum Zuhören so schwierig ist. Er verweist dazu auf eine Statistik die von www.listen.org erhoben wurde. Demnach:
  • Sind wir in ca. 75% der Fälle in denen wir eigentlich zuhören sollten, abgelenkt, gedanklich anderweitig beschäftigt – nicht wirklich präsent
  • Wir hören 125-250 Wörtern die Minute beim Zuhören, denken aber mit 1000-3000 Wörtern die Minute
  • Unmittelbar nachdem wir zugehört haben können wir nur noch 50% des Gehörten rekapitulieren
  • Langfristig erinnern wir ca. 20% des Gehörten
  • Mehr als 35 Untersuchungen deuten darauf hin, das Zuhören eine Kernkompetenz für den Erfolg im Beruf ist
Obwohl dies keine neuen Erkenntnisse sind, stellen wir immer wieder fest, dass speziell in der Führungskommunikation implizit von anderen Prämissen ausgegangen wird und dass, das Potential welches im Zuhören liegt von Führungkräften gerne auf die Methode „aktives Zuhören“ reduziert wird.

Studie zum Thema “Wirksamkeit von Führungstraining”

24. Januar 2011 von Lucas Lossen
Das Buch „Die Weiterbildungslüge“, das unter dem Pseudonym Richard Gris 2008 veröffentlicht wurde, beleuchtete die Frage der Wirksamkeit von Weiterbildung und Qualifizierung innerhalb von Organisationen aus einer pessimistischen Perspektive. Zusammen mit einer von der German Consulting Group veröffentlichten Befragung von 325 Führungskräften wurde ein vernehmliches mediales Echo ausgelöst, welches der Thematik seither eine hohe Brisanz gibt. Aus seiner Perspektive als „Berater mit Insiderwissen“, lässt Gris kein gutes Haar an der Wirksamkeit von Trainings und Seminaren. In dieselbe Kerbe, allerdings aus einer anderen Sicht, schlägt das Ergebnis der genannten Befragung von Führungskräften. Abgesehen davon, dass sowohl der subjektive Bericht von Gris als auch die Studie der German Consulting Group Wissenschaftlichkeit vermissen lassen, bringt die Diskussion und das damit verbundene scheinbar omnipräsente Phänomen "Weiterbildung sei unwirksam" auch positive Effekte mit sich: Die Aufmerksamkeit auf den Weiterbildungsmarkt erhöht sich, der Blick von Führungskräften und Personalentwicklung wird geschärft und der Markt belebt. Und es entsteht ein Klima, das Raum lässt für eine ganz andere Perspektive: kühle Empirie. Bezüglich der Wirksamkeit von Führungstrainings im Speziellen nimmt Peter Fuchs in seiner Diplomarbeit den Faden der Diskussion wieder auf. Mit dem Ziel, neue Erkenntnisse auf empirischer Basis zu liefern und Unternehmen zu unterstützen sowei ein transferorientiertes Umfeld zu schaffen, leiten ihn dabei die folgenden zentralen Fragen:

Führungszitat des Monats

18. April 2010 von Dirk Gouder
Das meiste, was wir als Führung bezeichnen, besteht darin, den Mitarbeitern die Arbeit zu erschweren.
Peter Ferdinand Drucker, US-amerikanischer Unternehmensberater, Managementtheoretiker und Publizist

Coachingkompetenz im Führungshandeln – das Kulturbegegnungsmodell in Veränderungsprozessen

24. Mai 2009 von Henning Keber
Immer noch halten sich wacker Seminare und Literatur in der Weiterbildungslandschaft, die der interessierten Führungskraft durch Titel wie „Die Führungskraft als Coach“ suggerieren, dass sie eine noch wirksamere Führungskraft werden kann, wenn sie die Coach-Rolle auch noch annimmt. Das geht per se nicht. Führungshandeln ist intentionale Einflussnahme auf Menschen und Systeme. Dazu wird der Führungskraft die Macht verliehen, die notwendig ist, Einfluss zu nehmen. Sie trägt die Ergebnisverantwortung. Ein Coach unterstützt den Klienten, er leistet „Hilfe zur Selbsthilfe“, gibt Impulse, eröffnet neue Perspektiven und hilft dem Klienten, sich zusätzliche Verhaltensweisen anzueignen, die sein angestammtes Handlungsrepertoire sinnvoll ergänzen. Der Klient trägt die Umsetzungs- und Ergebnisverantwortung, der Coach die Prozessverantwortung. Es ist hingegen in vielen Führungssituationen ratsam, Coachingkompetenz anzuwenden und gleichzeitig Führungskraft zu bleiben. Das folgende 4-Stufen-Modell (vgl. Bernd Schmid, Systemisches Coaching, 2006) zeigt, auf welchen Ebenen zwei Kulturen (z.B. Führungskraft und Mitarbeiter, Mutter und Kind…) aneinander ankoppeln müssen, um ein Problem zu lösen oder ein stabile Veränderung zu bewirken.

Führungszitat des Monats

9. März 2009 von Dirk Gouder
Es sollte uns nachdenklich machen, daß im Deutschen einen anführen soviel heißt wie einen betrügen.
Georg Christoph Lichtenberg, dt. Aphoristiker u. Physiker (1742-99)

Positive Leadership. Eine Studie zum Führungsverhalten österreichischer Führungskräfte

21. Februar 2009 von Dirk Gouder
September/Oktober 2008 (gem. mit Karmasin Motivforschung) Die Studie liefert Begründungen, warum Führungskräfte in die Krise geraten sind und offenbart einen längst fälligen Perspektivwechsel. Autorin dieser Studie ist Dr. Ruth Seliger  Die Ergebnisse dieser Studie reflektieren auch unsere Erfahrungen mit Organisationen im Umgang mit Führung. (vgl. Führungsentwicklung) Die folgenden Ergebnisse und Informationen sind einer Presseerklärung entnommen. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Autorin

I. Quintessenz der Studie:

• Führung wird zu oft „aus dem Bauch heraus" betrieben und zu selten auf der Basis fundierten Wissens. • In Unternehmen wird viel kommuniziert, aber wenig Klartext gesprochen. • Führung wird als ein Phänomen der „Persönlichkeit" verstanden, nicht als ein Organisationsphänomen. Konsequenzen: • Führung ist eine professionelle Aufgabe, die gelernt werden muss. • Organisationen müssen Bedingungen schaffen, die gute Führung ermöglichen und gutes Führungsverhalten als vorteilhaft zeigen. • Führungsinstrumente müssen auf ein Unternehmen und seine Aufgaben genau zugeschnitten werden. Studie, Positive Leadership. Eine Studie zum Führungsverhalten österreichischer Führungskräfte September/Oktober 2008, umfangreiche Online Befragung, 3000 Adressen, 520 Teilnehmer, 367 vollständige ausgefüllte Fragebögen, Karmasin Motivforschung

Führungszitat des Monats

5. Januar 2009 von Dirk Gouder
Was mich anbetrifft, so zahle ich für die Fähigkeit, Menschen richtig zu behandeln, mehr als für irgendeine andere auf der ganzen Welt. (I will pay more for the ability to deal with people than any other ability under the sun.)
John Davison Rockefeller (1839-1937), amerik. Großindustrieller