Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

P1 Quarterly – Sinn

12. September 2016 von Christian Wierlacher
Sinn stiften: Das sehen immer mehr Führungskräfte als eine ihrer Hauptaufgaben. Aber ist das überhaupt möglich? Was meinen wir eigentlich, wenn wir „Sinn“ sagen? Und warum hat Sinn gerade so eine Konjunktur?
Wohl wissend, dass auch andere Definitionen denkbar sind, betrachten wir Sinn als originär menschliche Fähigkeit, das eigene Tun und Erleben in einen Ordnungszusammenhang zu stellen und ihm Bedeutung zu geben. Dies ist ein höchst individueller Prozess. So drängt sich die Frage auf, ob und wenn ja, wie Sinn tatsächlich gestiftet, produziert, übermittelt oder – wie häufig zu hören – kommuniziert werden kann. Überdies scheint fraglich, ob eine einzelne Führungskraft in der Lage ist, ihren Mitarbeitern Sinn zu vermitteln, wenn die Organisation ihrerseits keine Antwort auf die Sinnfrage hat.

VOM SELBST ZUM SINN

Unbestreitbar hingegen ist, dass Fragen nach dem Sinn häufiger werden, worauf sich unmittelbar die nächste Frage anschließt: Lässt sich das erklären? Mit Blick auf unsere Begriffsbestimmung lässt sich sagen: Die Frage nach der eigenen Identität (die für den Großteil der Menschheit erst im Laufe des 20. Jahrhunderts relevant wurde) lässt sich immer schwerer beantworten. Ein Grund dafür ist, dass die gewachsene psychologische Selbstbestimmung des Menschen sowie der nahezu unbegrenzte Zugang zu Informationen bislang unvorstellbare Freiheiten eröffnet. Der Einzelne ist damit gefordert, aus der gigantischen Vielfalt an möglichen Lebensentwürfen und Bedeutungen die für ihn passenden auszuwählen. Und da Selbstverwirklichung Abraham Maslow oder Viktor Frankl zufolge ein menschliches Urbedürfnis ist, das niemals vollends befriedigt werden kann, entsteht gerade im Streben nach Selbstverwirklichung eine enorme Antriebskraft. Dementsprechend stellt sich für immer mehr Menschen des beginnenden 21. Jahrhunderts die Frage nach eben diesem Selbst, das zwangsläufig zentrale Fragen nach dem Sinn enthält.

SINN – GEFRAGT WIE NIE

~~~ P1 Quarterly als PDF Download ~~~

Contra „Pro und Contra“

25. April 2016 von Henrik Esper
procontraBereits in der Schule haben wir gelernt, Argumente und Gegenargumente für bestimmte Sachverhalte zu sammeln und in Form von “dialektischen Erörterungen” als Aufsatz zu verarbeiten. Das Denkschema der Für-und-Wider Argumentation ist uns in der Regel demnach ein bekanntes und vertrautes – was liegt also näher, als auch bei der Herbeiführung von Entscheidungen im professionellen Umfeld auf Bewährtes zurückzugreifen? Gunar M. Michael liefert in der Märzausgabe von managerSeminare einen interessanten Impuls zum Thema Entscheidungsfindung, in dem er empfiehlt, die Pro-und-Contra-Frage als “ultimatives Instrument der Entscheidungsfindung” eher weniger als mehr zu nutzen. Vielmehr plädiert er dafür, (gemeinsam) sehr klare und spezifische Voraussetzungen / Kriterien zu definieren unter denen einem bestimmten Vorhaben zugestimmt werden kann. Die Frage lautet demnach nicht mehr : “Was spricht dafür, was spricht dagegen?” sondern “Unter welchen Umständen können wir der Option zustimmen?”. Damit ließe sich vermeiden, dass viel Energie in einen Schlagabtausch fließt, welcher häufig in einem argumentativen “Ping-Pong” mündet. Vielmehr führe die Frage nach den Voraussetzungen zu einem anderen, einem lösungsorientierten Denken. Der Autor empfiehlt, die Verbindlichkeit für die Beteiligten an der Entscheidungsfindung nach der Definition der Kriterien durch deren Unterschrift – z.B. auf einer “Voraussetzungs-Mindmap” – deutlich zu erhöhen. Quelle: Gunar M. Michael: Pro-&-Contra-Diskussionen sind kontraproduktiv, managerSeminare, März 2016, 28-29.

Gemeinsam die Arbeitswelt verändern

22. März 2016 von Wigbert Walter
AugenhöhewegeSelbstbestimmung, Partizipation, Potentialentfaltung – die Trends der neuen Arbeitswelt werden schon länger unter Experten und Interessierten diskutiert. Alles Theorie oder Traum? Scheinbar nicht - Im Januar 2015 feierte das Projekt AUGENHÖHE – Film und Dialog mit knapp 400 Teilnehmern in Hamburg Premiere. Der Film zeigt Unternehmen, in denen viele dieser Trends bereits gelebt werden – und die Menschen, die diese Organisationen gestalten. Seit einigen Tagen nun ist ein weiterer Schritt gefolgt: Der Film AUGENHÖHEwege sucht Antworten auf die Frage: Welche Wege führen zu einer neuen Kultur der Zusammenarbeit, die menschlich und ökonomisch erfolgreich ist? Dabei zeigt AUGENHÖHEwege mutige Unternehmen, die Einiges anders machen ...
[AUGENHÖHEwege wird wie schon sein Vorgänger AUGENHÖHE von einer lebendigen Community mitgetragen. Vielen Dank für die erneut großartige Unterstützung in unserem Crowdfunding. Aus dem versprochenen 45-Minüter sind nun - passend zum Titel - nicht ein sondern zwei Filme mit je 48 Min. geworden. Deshalb gibt es AUGENHÖHEwege in zwei Versionen: orange und weiß:]
Die „orange“ Version enthält folgende Module: UNI - Unilever Deutschland TEL - TELE Haase Steuergeräte SON - sonett HAU - Haufe-Umantis SPA - Sparda-Bank München Die „weiße“ Version enthält folgende Module: SYS - sysTelios Gesundheitszentrum EBW - EnBW (1492) ELB - elbdudler SGO - Saint-Gobain Performance Plastics (Bristol, UK) LIN - Lindig Fördertechnik

Die Zukunft der Jobs

9. März 2016 von Carsten Waider
RoboterMenschDie Erfindung immer klügerer Computerprogramme verändert die Arbeitswelt radikal. Experten sprechen von einer neuen industriellen Revolution. Laut einer Ende Januar 2015 veröffentlichten Studie mit dem Titel "Die Zukunft der Jobs" rechnet das Weltwirtschaftsforum damit, dass in den 15 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern bis zum Jahr 2020 rund 5,1 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz durch moderne Technologien verlieren werden. Es gibt andere Stimmen, die von deutlich mehr gefährdeten Arbeitsplätzen ausgehen. Waren in der Vergangenheit oft nur einfache Tätigkeiten von einer Verdrängung durch Roboter betroffen, könnte in Zukunft auch Managementpositionen zur Disposition stehen. So sind Programme häufig viel besser in der Lage, typische Managementaufgaben wie Planung und Koordinierung zu übernehmen. Das Überraschende dabei: Arbeiter waren nicht nur produktiver, wenn ihnen ein Roboter Befehle erteilte. Sie waren auch noch zufriedener. Und sie sagten sogar, sie hätten das Gefühl gehabt, der Roboter habe sie besser verstanden. Was diese Entwicklung für Führungskräfte bedeutet und dass diese Entwicklung auch Chancen bietet, lesen Sie im Zeit-Artikel

Advent –

14. Dezember 2015 von Wigbert Walter
RotkaeppchenJahresendrallye, Mastgansvorbestellung, Geschäftsjahresabschluss, Weihnachtskartenpingpong – Zeit der Besinnung und inneren Einkehr oder Stress allenthalben? Was aber genau ist eigentlich Stress? Manfred Spitzer, Neurowissenschaftler, Psychiater und Philosoph behauptet in seinem aktuellen Werk, es sei das Fehlen von Kontrolle.  - Welche Bedeutung in diesem Zusammenhang dem Handeln von Führungskräften zufällt, erfahren Sie im folgenden Auszug aus seinem Buch: Rotkäppchen und der Stress Sollten Sie gar freie Zeit haben oder planen und Sie überlegen wie Sie diese am sinnvollsten investieren oder es interessiert Sie das Thema Achtsamkeit, dann sei Ihnen die Lektüre in Gänze ans Herz gelegt: „Rotkäppchen und der Stress“ – (Ent-)spannendes aus der Gehirnforschung, Manfred Spitzer, 2014 Schattauer Verlag.

Führungszitat des Monats

2. November 2015 von Kirsten Niechcial
Die Fähigkeit eines Chefs erkennt man an seiner Fähigkeit, die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter zu erkennen.

Robert Lembke (†1989) Deutscher Journalist und Fernsehmoderator

     

Planet der Affen

19. Oktober 2015 von Wigbert Walter
monkeybusinessRegelmäßig fragen wir Führungskräfte: „Wie zufrieden sind Sie in Ihrer Führungsrolle versus Operatives selbst erledigen? Haben Sie ausreichend Zeit zur Entwicklung Ihres Verantwortungsbereiches, Ihrer Mitarbeiter aber auch von Ihnen selbst? Wie oft erleben Sie sich verstrickt im Tagesgeschäft?“ Und regelmäßig erreicht der durchschnittliche Zufriedenheitswert auf einer Skala von 1 bis 10 nicht mehr als eine 6 ... Reichlich Luft nach oben! Häufig wird mangelnde Zeit als Grund für diese Einschätzung angeführt. Die Decke der Führung scheint immer zu kurz! Eine aktuell dringliche Frage heutiger Führungskräfte, scheint daher zu lauten: „Wie schaffe ich mir mehr Zeit für Führung?“ An dieser Stelle möchten Sie mit einer über vierzig Jahre alten Metapher konfrontieren - nicht neu, vielleicht aber mit Potential für Sie „Neue Zeit“ zu gewinnen.

Führungszitat des Monats

3. August 2015 von Kirsten Niechcial

Du musst jeden Tag entscheiden, wer den Preis für deine Führung zahlt: du oder deine Leute.

Kevin Leman, Amerik. Wirtschaftsberater und Autor

Führungszitat des Monats

1. Dezember 2014 von Kirsten Niechcial
  Führen heißt vor allem, Leben in den Menschen wecken, Leben aus ihnen hervorlocken.

Anselm Grün Benediktinermönch und Autor