Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Leiter der Verantwortung: Opfer oder Täter?

25. Mai 2015 von Peter Rathsmann
Das Bild der Leiter und den Namen "Leiter der Verantwortung" habe ich aus dem amerikanischen Sprachraum entliehen und mit dem bei uns bekannten Konzept von Selbstverantwortung und Wahlfreiheit kombiniert. Das Ergebnis ist ein leicht verständliches und vor allen Dingen einprägsames Modell (sagen unsere Teilnehmer). Die Verdeutlichung gegenüber Dritten klappt am besten mit einem konkreten, selbst erlebten Beispiel aus dem eigenen Umfeld. In meinem Fall ist es die 17-jährige Tochter, die am frühen Abend via WhatsApp erfährt, dass sie am Folgetag einen unangekündigten Mathetest schreibt und auf mein Nachfragen „und jetzt Marie?“ die einzelnen Stufen durchläuft. Das Modell zeigt wunderbar, wie wir es immer wieder schaffen, uns in schwierigen Situationen unbewusst zu „Opfern“ zu machen und wie unglaublich schwer es ist, Stufe für Stufe, insbesondere die fünfte, in Richtung „Täter“ zu erklimmen. LeiterDerVerantwortung  

Die Geschichte vom Fischer und einem Samurai

20. April 2015 von Henning Keber
FischerEinst lebte ein armer Fischer, der zur Zeit der japanischen Besetzung von einem Samurai Geld geliehen hatte. Als der Tag kam, an dem er seine Schulden bezahlen sollte, besaß er nicht einen Pfennig Geld. Der Samurai wurde wütend und zog sein scharfes Schwert, um den Fischer zu töten. Da rief der arme Mann aus: " Laß mich dir sagen, bevor du mich tötest, dass ich eben begonnen habe, die Kriegskunst zu erlernen und mein Meister lehrte mich, niemals im Zorn zuzuschlagen." Der Samurai hielt inne und sagte: „Dein Meister ist weise und ja, ich lernte einst das gleiche von meinem Meister. Nur manchmal überwältigt mich der Zorn. So wisse, ich gebe dir ein weiteres Jahr Zeit, doch solltest du dann nicht in der Lage sein mir das Geld auf Heller und Pfenning zurückzugeben, so werde ich dich bestimmt töten.“ Als der Samurai spät in der Nacht nach Hause zurückkehrte, sah er, dass in seinem Schlafzimmer Licht war. Er schlich sich auf Zehenspitzen zu der angelehnten Tür und blickte durch den Spalt hinein. Zu seinem Entsetzen musste er sehen, dass seine Frau nicht allein im Bett war: Neben ihr lag ein Samurai. Von kalter Wut gepackt riss er sein Schwert heraus, um sich auf den Fremden zu stürzen, als ihm die Worte des Fischer einfielen: "Wenn du angreifst, sei nicht zornig. Wenn du zornig bist, greife nicht an." Er ging also zurück und rief laut, dass er wieder da wäre. Im nächsten Augenblick trat seine Frau aus dem Schlafzimmer neben ihr seine eigene Mutter in Samuraikleidern. „Was hat das zu bedeuten, ich hätte euch beinah beide getötet.“ fragte der Samurai wütend. „Wir hatten Angst vor Räubern und daher bat ich deine Mutter sich Männerkleider anzuziehen, um sie abzuschrecken. Für den Fischer lief das Jahr sehr gut und so ging er am vereinbarten Tag von sich aus zum Samurai, um seine Schulden plus Zinsen zu zahlen. Der Samurai aber sagte: " Behalte das Geld", sagte der Samurai, "ich bin es, der dir etwas schuldet, und nicht umgekehrt."

Quelle: unbekannt

Führungszitat des Monats

4. August 2014 von Kirsten Niechcial
Nur wenige Menschen sehen ein, dass sie letztendlich nur eine einzige Person führen können und auch müssen. Diese Person sind sie selbst.

Peter F. Drucker (US-amerikanischer Unternehmensberater, Managementtheoretiker und Publizist)

Weiche Faktoren

11. Februar 2013 von Dr. Reinhard Schmitt
Seit über sieben Jahren gibt es nun schon die Braincasts von Arvid Leyh. Höchste Zeit, ihn auf dem Leadership-Blog in Szene zu setzen. Die Folgen 301 und 302 zum Thema 'Weiche Faktoren' kommen da gerade recht. Da er besser zum Thema Führung passt, empfehle ich direkt Teil 2. Arvid Leyh legt Ihnen darin unter anderem nahe,
  • die Selbsthilfe-Ecke nach all den Jahren endlich mal zu verlassen
  • auf Fake-Sensoren ihrer Kollegen und Mitarbeiter zu achten
  • Ihre Impulse um Ihrer Integrität Willen zu hemmen
  • die Veränderung Ihrer Epigenetik entschlossen anzugehen (denn Sie glauben nur, die Person, die Sie in zehn Jahren sein werden, heute schon zu kennen)
Und er weist darauf hin, dass…
  • eine zumindest grobe Richtungsvorgabe bei der persönlichen Entwicklung nicht von Schaden sein kann
  • die Manipulation Ihrer Mitmenschen keine Karmapunkte bringt
  • nur Erlöserfiguren auf Diplomatie verzichten können
  • es viel Hirnschmalz braucht, Fehler zuzugeben
  • „entschlossene Sturheit“ auch nur ein anderes Wort für Motivation ist
Hier geht es zum Blog und zum Braincast 302!

Glück wird überbewertet

21. Januar 2013 von Sven Fissenewert

Der Psychologe Arnold Retzer und der Philosoph Wilhelm Schmid über den Zwang zum Glücklich sein

Die Kunst der Selbstführung ist Thema in einer immer unüberblickbareren Menge an Veröffentlichungen und Ratgebern unterschiedlicher Herkunft. Vielen ist gemein, dass sie einen impliziten Zwang zum guten, glücklichen, gelingenden Leben transportieren, der gerade nicht dazu angetan ist ein brauchbares Navigationsinstrument für die vom Leben bereitgehaltenen Überraschungen zu liefern. In der jüngsten Diskussion zwischen Arnold Retzer und Wilhelm Schmid wird sehr differenziert deutlich, wie uns eine ganze Glücksindustrie im Grunde wenig gut berät, da sie mit ihren – nicht selten trivialen – Rezepten einer Selbstoptimierungsspirale das Wort redet. Dabei wird versäumt, Grenzen dieser Möglichkeit zu beschreiben und gleichzeitig werden jedem einzelnen neue Normen des Glücklichseins auferlegt. Die Reflexion der Beiden beleuchtet hingegen wie wichtig und – im Sinne einer gelingenden Selbstführung – nützlich es ist, sich mit sogenannten negativen Gefühlen, Situationen und Lebenslagen auseinanderzusetzen. Hier geht’s zum Artikel...

Was Hänschen nicht lernt…

6. August 2012 von Lucas Lossen

...eine Schule begegnet den Leadership-Herausforderungen von Morgen

„Eine künftig erfolgreiche Führungskultur, die die Potenziale der Mitarbeiter wertschöpft, braucht denselben Geist, den wir (…) leben: weg von Macht und Kontrolle, hin zu Wertschätzung und Vertrauen. Unsere Wirtschaft braucht immer weniger fleißige Pflichterfüller, sondern Menschen mit Verantwortung und Innovationsgeist.“ Wenn Margret Rasfeld über die Schüler der Zukunft spricht, argumentiert sie mit Herzblut: Das alte Bildungssystem sei von vorgestern, es gehe um knallharte Selektion und das „Produkt“ – die Absolventen einer solchen Schule seien über die Jahre „systemisch angepasst“ worden. Die Schulleiterin der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum (esbz) geht einen anderen Weg: Um mehr „Querdenker mit Gestaltungskompetenz“ in die Welt zu bringen, will sie den „behäbig handelnden Dampfer der Bildungsbürokratie“ als schnellbootartiges Beispiel überholen. Die Methoden sind ebenso überraschend wie – wenn man ihren Berichten Glauben schenken mag – effektiv: Um aus einer „ich muss“-Kultur hin zum „ich kann“ zu kommen werden Werte wie Selbstverantwortung, Innovationsgeist, Vertrauen im Konzept des „Supportive Leadership“ etabliert. Die Beziehung Klassenlehrer-Schüler steht hierbei im Vordergrund und ist notwendige Voraussetzung um den festgeschriebenen Lehrplan durch den individuellen und vom Schüler weitestgehend selbstverantworteten „Lernpfad“ zu ersetzen. Klassen- und altersübergreifendes Lernen in „Lernbüros“ ermöglicht die gegenseitige Unterstützung. Hat ein Schüler eine Frage, wendet er sich zuerst an seine Mitschüler – dann erst an den Lehrer. Welcher Stoff wann gelernt wird liegt ebenfalls in der eigenen Verantwortung des Schülers – ja sogar beim Prüfungstermin kann er mitentscheiden. Die verantwortliche Vorbereitung auf die Zukunft macht sogar am Schultor nicht halt: in Projekten wie „Verantwortung“ oder „Herausforderung“ sind die Kinder und Jugendlichen aufgerufen zivilgesellschaftliches Engagement zu zeigen oder sich an ihre eigene Grenze zu bringen. „…hallo, Echo?!“ …klingt irgendwie bekannt, oder? Sind es nicht Ansätze und Methoden, Werte und Entwicklungsrichtungen, die uns aus der Führungs- und auch Teamentwicklung allzu gut bekannt sind? Wir können gespannt sein auf die Führungskräfte dieser neuen Generation, die vielleicht so viel an Werkzeug im Gepäck haben, uns als Berater von heute auf morgen arbeitslos zu machen. Das Interview mit Margret Rasfeld ist im „enorm“-Magazin, Nr. 2/2012 ab Seite 70 zu lesen. Und noch mehr erfahren Sie im Buch „EduAction“, das sie mit Peter Spiegel im Murmann Verlag veröffentlicht hat.

Das Pinguin Prinzip

23. April 2012 von Dirk Gouder
Ein guter Beitrag von Dr. Eckart von Hirschhausen zu den Themen Selbstführung und „Stärken stärken“:

Führungszitat des Monats

8. Februar 2011 von Silvia Wierlacher
"Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir es nicht mehr zerreißen.“

Thomas Mann (1875-1955),  dt. Schriftsteller

 

 

 

Studie zum Thema “Wirksamkeit von Führungstraining”

24. Januar 2011 von Lucas Lossen
Das Buch „Die Weiterbildungslüge“, das unter dem Pseudonym Richard Gris 2008 veröffentlicht wurde, beleuchtete die Frage der Wirksamkeit von Weiterbildung und Qualifizierung innerhalb von Organisationen aus einer pessimistischen Perspektive. Zusammen mit einer von der German Consulting Group veröffentlichten Befragung von 325 Führungskräften wurde ein vernehmliches mediales Echo ausgelöst, welches der Thematik seither eine hohe Brisanz gibt. Aus seiner Perspektive als „Berater mit Insiderwissen“, lässt Gris kein gutes Haar an der Wirksamkeit von Trainings und Seminaren. In dieselbe Kerbe, allerdings aus einer anderen Sicht, schlägt das Ergebnis der genannten Befragung von Führungskräften. Abgesehen davon, dass sowohl der subjektive Bericht von Gris als auch die Studie der German Consulting Group Wissenschaftlichkeit vermissen lassen, bringt die Diskussion und das damit verbundene scheinbar omnipräsente Phänomen "Weiterbildung sei unwirksam" auch positive Effekte mit sich: Die Aufmerksamkeit auf den Weiterbildungsmarkt erhöht sich, der Blick von Führungskräften und Personalentwicklung wird geschärft und der Markt belebt. Und es entsteht ein Klima, das Raum lässt für eine ganz andere Perspektive: kühle Empirie. Bezüglich der Wirksamkeit von Führungstrainings im Speziellen nimmt Peter Fuchs in seiner Diplomarbeit den Faden der Diskussion wieder auf. Mit dem Ziel, neue Erkenntnisse auf empirischer Basis zu liefern und Unternehmen zu unterstützen sowei ein transferorientiertes Umfeld zu schaffen, leiten ihn dabei die folgenden zentralen Fragen:

Führungszitat des Monats

15. Juli 2010 von Silvia Wierlacher
[caption id="attachment_1077" align="alignleft" width="151" caption="Thomas Edison"][/caption] Ich bin nie gescheitert. Ich habe erfolgreich Wege eliminiert, die nicht zum Ziel führen.

Thomas Edison (* 11. Februar 1847,  † 18. Oktober 1931)