Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Planet der Affen

19. Oktober 2015 von Wigbert Walter
monkeybusinessRegelmäßig fragen wir Führungskräfte: „Wie zufrieden sind Sie in Ihrer Führungsrolle versus Operatives selbst erledigen? Haben Sie ausreichend Zeit zur Entwicklung Ihres Verantwortungsbereiches, Ihrer Mitarbeiter aber auch von Ihnen selbst? Wie oft erleben Sie sich verstrickt im Tagesgeschäft?“ Und regelmäßig erreicht der durchschnittliche Zufriedenheitswert auf einer Skala von 1 bis 10 nicht mehr als eine 6 ... Reichlich Luft nach oben! Häufig wird mangelnde Zeit als Grund für diese Einschätzung angeführt. Die Decke der Führung scheint immer zu kurz! Eine aktuell dringliche Frage heutiger Führungskräfte, scheint daher zu lauten: „Wie schaffe ich mir mehr Zeit für Führung?“ An dieser Stelle möchten Sie mit einer über vierzig Jahre alten Metapher konfrontieren - nicht neu, vielleicht aber mit Potential für Sie „Neue Zeit“ zu gewinnen.

Vertrauen in der Führungsbeziehung – ein Mythos?

14. Juli 2014 von Henning Keber
VertrauenDie aktuellen Tendenzen in der Führungsdiskussion zeigen, dass nach einer Zeit der eher sachlich-funktionalen Betrachtung der Aufgaben und Verantwortung von Führung der Mensch nun wieder stärker in den Blick gerät. Diese „Wiederentdeckung“ der geführten Person als Individuum mit Erwartungen, Wünschen, Hoffnungen und Ängsten ist vermutlich aus ganz unterschiedlichen Motiven getriggert. Große Aufmerksamkeit erhalten nach wie vor Themen, die sich rund um das Wohlbefinden, der Zufriedenheit, der Gesundheit und dem langfristigen Leistungserhalt der Menschen tummeln. Mancherorts lässt sich sogar beobachten, dass Organisationen relativ ausgeprägte „Kuschelkultur-Charakter“ zeigen und die handelnden Führungskräfte mehr als zaghafte Bittsteller denn als gleichberechtigte Partner in einer komplementären Leistungsbeziehung auftreten. Doch eben genau diese Beziehungen brauchen eine stabile Basis, auf der all jene Aspekte der partnerschaftlichen Leistungserbringung ständig neu verhandelt und vereinbart werden können. Da in aller Regel Führungsbeziehungen durch eine Asymmetrie der Machtverteilung gekennzeichnet sind, kommt dem Thema Vertrauen eine zentrale Bedeutung zu. Ein Versuch, das Phänomen Vertrauen besprechbar und somit auch in gewisser Weise bearbeitbar zu machen, stellt die sogenannte Vertrauensformel dar:

Vertrauensformel

Credibility (Glaubwürdigkeit)… bezieht sich auf die Aussagen, die wir tätigen. Auf der rationalen Seite geht es hierbei um Glaubhaftigkeit (wahrheitsgemäß) und auf der emotionalen Seite um Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit (die ganze Wahrheit sagen).

sechsseiten – Ausgabe 05-5

26. November 2012 von Henning Keber

Strategiegeleitete Unternehmensentwicklung – Vertrauen

Laotse über Vertrauen

Wer nicht genug vertraut, dem vertraut man nicht.

Betrachte die Welt als dein Selbst, habe Vertrauen zum Sosein der Dinge, liebe die Welt als dein Selbst; dann kannst du dich um alle Dinge kümmern.

Wenn sie ihre Ehrfurcht verlieren, wenden sich Menschen der Religion zu. Wenn sie sich selbst nicht mehr vertrauen, beginnen sie, sich auf Autorität zu verlassen.

Die Meister beobachten die Welt, vertrauen aber ihrer inneren Sehkraft. Sie lassen die Dinge kommen und gehen. Ihr Herz ist offen wie der Himmel.

 

Alltagssprachlich ist uns der Begriff Vertrauen geläufig, doch richtig sinnvoll wird er erst wenn man fragt: Vertrauen zum wem oder was? Und so verwundert es nicht, dass Vertrauen in allen wissenschaftlichen Disziplinen – unabhängig von den unterschiedlichen Zugängen – übereinstimmend als eine bestimmte Beziehungsqualität beschrieben wird. Uns von Process One interessiert das Phänomen Vertrauen insbesondere im Beziehungsgeflecht von Organisationen. Die vielerorts genutzten Trust-Indizes zeugen davon, dass Vertrauen zunehmend als Wirtschaftsfaktor bewertet und entsprechend in den Blick genommen wird. Dabei fokussieren die meisten Unternehmen jedoch das Vertrauen, das ihnen von ihren relevanten Umwelten (in erster Linie Kunden und Kapitalgebern, aber auch Zulieferern) entgegen gebracht wird. Wir hingegen wollen uns in dieser Ausgabe der sechsseiten mit dem Vertrauen innerhalb der Unternehmensgrenzen beschäftigen. Fragt man Mitarbeiter, was ihnen wichtig und unverzichtbar ist, so landet Vertrauen zumeist auf den oberen Rängen. Wenn Vertrauen so oft als Lösung erachtet wird, was aber ist dann genau das Problem?

Vertrauen dient der Komplexitätsverarbeitung

Die Psychologie beschreibt Vertrauen als unabdingbar für die Ich-Entwicklung eines Menschen und damit den Aufbau von Selbstvertrauen. Dieses wiederum erhöht die individuelle Toleranz gegenüber Mehrdeutigkeiten und dient somit der Komplexitätsverarbeitung. Damit stehen dem Einzelnen mehr Handlungsoptionen und Entscheidungsmöglichkeiten zur Verfügung; dies schließt jedoch nicht schon die Beherrschung der aktuellen Ereignisse ein. Betrachtet man diese als beherrschbar, kommt man – streng genommen – ohne Vertrauen aus.

Freiräume lassen…

4. Februar 2011 von Henning Keber
„…bedeutet in Vorleistung treten und Vertrauensvorschuss zu geben.“ Und das, so meint Thomas Strüngmann, erfolgreicher Gründer des Pharmakonzerns Hexal, bedeutet eben vor allem auch, das Risiko einzugehen, dass Mitarbeiter Fehler machen können. Und vor allem in Konzernen wird dies selten belohnt. In Organisationen, in denen „statt marktnaher Entscheidungen, die in die Zukunft gerichtet sind, budget- und zahlenorientierte Beschlüsse gefasst werden, die sich an der Vergangenheit orientieren“, haben die vielseits geforderten Freiräume wenig Chance auf Überleben. Strüngmann schildert aus eigenen Erfahrungen die Wesensmerkmale einer Vertrauenskultur ...

Urlaub ohne Ende?!

20. Dezember 2010 von Matthias Göttenauer
Der US Online-Filmverleiher Netflix schafft mit seinem neuen Arbeitszeitmodell jede Urlaubsregelung ab und bietet seinen Angestellten ein Höchstmaß an Flexibilität. Seine Unternehmensleitlinien stellt Netflix in einer PowerPoint-Präsentation dar. In seinem Artikel schreibt Birger Menke über diese Revolution, die Vorbildcharakter für Deutschland haben könnte. Lesen Sie hier den Artikel auf Spiegel Online (incl. Link zur PowerPoint-Präsentation).

Darwinismus im Unternehmen

21. Juli 2010 von Dirk Gouder
Nicht erst seit der wirtschaftlichen Entwicklung im letzten Jahr macht das Thema Darwinismus in Unternehmen die Runde. Wie mein Kollege Sven Fissenewert schon an anderer Stelle beschrieben hat (vgl.Schriftenreihe Sechsseiten 2009: Darwin goes economics - pdf)  bedeutet "Survival of the fittest" nicht, dass der Durchsetzungsfähigste überlebt, sondern der Anpassungsfähigste. [caption id="attachment_1105" align="alignleft" width="105" caption="Christian Scholz"][/caption] So gibt es im Lichte des letzten Jahres auch schon (wieder) ein paar Unternehmen die sich selbst Begriffe wie Effizienz, Flexibilität, Veränderungskraft, Kostenbewusstsein auf die Fahne schreiben - also alles, im besten Sinnen nach Darwin, um die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen. Interessant dabei zu beobachten ist allerdings, dass die Mitarbeiter oftmals nicht als diejenigen betrachtet werden, die dazu befähigt werden sollten diese Schlagwörter mit Leben zu füllen, sondern, dass sie eher als Produktionsmittel bei deren Umsetzung betrachtet werden. Diesen unternehmerischen Ansatz beschreibt Dr. Christian Scholz als Feudalismus.

Deutschland beste Arbeitgeber 2008

30. August 2008 von Dirk Gouder
Die Erkenntnisse des Great Place to Work® Institutes besagen, dass Vertrauen zwischen Management und Mitarbeitern das entscheidende Merkmal der besten Arbeitsplätze ist. In den USA wird seit 1998 jedes Ranking der 100 besten Arbeitgeber untersucht. Nach der Betrachtung verschiedener Rentabilitätsindikatoren übertreffen die börsennotierten Unternehmen unter den 100 attraktivsten Unternehmen durchgehend im 10-Jahreszeitraum die größten Akzienindizes (Quelle: http://www.greatplacetowork.de/great/diagramme.php) Die besten Arbeitgeber 2008 in Deutschland finden Sie hier: http://www.greatplacetowork.de/best/list-de-2008.htm