Leadership Development

Blog zum Thema Führung und Führungsentwicklung der Process One Consulting GmbH

Quarterly 4.2017 erschienen: arbeitenviernull

18. Dezember 2017 von Carsten Waider
Reinhard Schmitt betrachtet im neuen Quarterly "arbeitenviernull" den Begriff Arbeit 4.0 – abgeleitet aus Industrie 4.0 – als eine durch die deutsche Politik angezettelte Irritation. Die Entscheider in Unternehmen erlebt er als erfolgreich verunsichert und damit als treibende Getriebene. Er empfiehlt ein höheres Maß an aufgeschlossener Unaufgeregtheit.

Der „großen Entkoppelung“ von wirtschaftlichem Erfolg und Produktivität einerseits und Anzahl und Bezahlung der Beschäftigten andererseits, von der die MIT-Direktoren McAfee und Brynjolfsson sprechen, steht er gelassen gegenüber. Schließlich haben wir mit der Industrialisierung im 19. und der Automatisierung im 20. Jahrhundert schon zweimal Ähnliches erlebt und überlebt. Nachfolgende Generationen werden ihr Leben ebenso erfüllt oder un- erfüllt leben wie wir – allerdings in einer heute undenkbaren Art und Weise.

Viel Freude beim Lesen!

Blindfliegern darf man nicht die Lufthoheit überlassen

22. August 2017 von Carsten Waider

„Wir sind Piloten und sitzen im Cockpit einer Verkehrsmaschine, in dem es zwischen 300 und 900 Knöpfchen und Anzeigen gibt, die uns helfen sollen, die Lage unseres Flugzeugs zu bewerten. Solange alles normal aussieht, ein Routineflug also, geht es mit gut 900 Sachen in zehn Kilometern Höhe und bei minus 50 Grad Celsius Außentemperatur drinnen beschaulich zu. Schön, dass es einen Autopiloten gibt.

Im wirklichen Leben heißen diese Autopiloten Kulturen, Systeme oder einfach Gewohnheiten. Kein Mensch kommt auf die Idee, einen Knopf zu drücken, wenn es läuft, alles geht automatisch. Instrumentenflug.“ So beschreibt Wolf Lotter in seinem brandeins-Artikel „Maßstabsgerecht“ den eingeschwungenen Zustand unserer Gesellschaft und damit auch in vielen Unternehmen als deren Spiegelbild. Führungskräfte sind einerseits System- und Kulturgestalter. Andererseits sind die meisten von ihnen kulturkompatible Produkte, die das System selbst hervorgebracht oder einverleibt hat. Dies setzt kulturelle Anschlussfähigkeit voraus, sonst hätte das System eine Führungskraft längst entkoppelt oder eingekapselt und ausgespuckt. Erfolgreicher Anschluss bedeutet demnach Umschalten auf Autopilot.

Was passiert jedoch, wenn das Unternehmensumfeld zunehmend volatil, unsicher, komplex und ambivalent (VUKA) wird?