Metakompetenz Agilität

22. Juli 2015 von Henning Keber

agilität1Traditionelle Konzepte der Organisationsführung gehen von einem weitgehend stabilen Unternehmensumfeld aus, das zwar kompliziert sein mag, in dem die künftigen Entwicklungen und Veränderungen alles in allem jedoch gut prognostizier- und antizipierbar sind. Komplexe Umwelten jedoch zeichnen sich insbesondere durch Intransparenz, Instabilität und Unvorhersehbarkeit aus, in denen die Steuerungsmechanismen der Vergangenheit  nicht mehr die Wirksamkeit entfalten. Unbekannte Anforderungen in Kombination mit unbekannten Technologien zur Lösung der Herausforderungen sind die zentralen Elemente einer komplexen Umwelt. Um in dieser angemessen agieren zu können, benötigen Organisationen eine Metakompetenz: Agilität. Unter Agilität verstehen wir die Fähigkeit von Organisationen, sowohl Veränderungen in den relevanten Umwelten zeitnah wahrzunehmen als auch schnell und flexibel darauf zu reagieren. Lies den Rest des Artikels »

Jetzt ist es amtlich: Das klassische Innovationsmanagement hat ausgedient!

13. Juli 2015 von Sven Fissenewert

Mit Interesse las ich den Artikel „Bloß nicht einverleiben lassen“ meines Kollegen Reinhard Schmitt zum Thema Innovationsblüten und prompt fällt mir ein Beitrag im Harvard Business Manager ins Auge, der von der ISPIM (International Society for Professional Innovation Management) vom Juni diesen Jahres berichtet.

Die Kernaussagen:

  • Aus akademischer Sicht hat das bis heute in Unternehmen verankerte Innovationsmanagement ausgedient
  • Die Art, wie Innovationen in Unternehmen gestaltet und umgesetzt werden wird sich radikal ändern
  • Wer künftig innovativ sein will muss sich von der Idee strukturierter Innovationsprozesse verabschieden.

Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

Führungszitat des Monats

06. Juli 2015 von Kirsten Niechcial

AlbertSchweitzer

Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige.

Albert Schweitzer
Nobelpreisträger

 

 

 

 

 

 

Die wichtigste Frage

22. Juni 2015 von Wigbert Walter

FrageZu Beginn diesen Jahres hat der Harvard Business Manager in seinem Sonderheft Leadership renommierte Wissenschaftler, Vordenker und Manager gefragt: Welches ist Ihrer Meinung  nach die wichtigste Frage, die sich eine Führungskraft stellen sollte. Kurz vor dem zeitlichen Zenit dieses Jahres haben wir einige, aus unserer Sicht relevante, Impulse aus dem Tagesgeschäft gekramt…

So fragt Dietmar Fink, Inhaber des Lehrstuhls Unternehmensberatung und -entwicklung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor dem Hintergrund der immer kleiner werdenden Welt, welche uns immer schneller über den Kopf zu wachsen scheint: „Was ist wirklich wesentlich? Und zwar für das Unternehmen, meine Kollegen – und für mich selbst?“ Rückbesinnung auf das was wirklich zählt, sei der beste Weg, Struktur in eine unüberschaubare Welt zu bringen. Für Unternehmen gelte weiter der ökonomische Grundsatz. Umsatz minus Kosten gleich Gewinn. Alles was dieser Gleichung nicht standhalte, könne ein Unternehmen verwerfen… Auch mancher betriebsinterne Konflikt lasse sich handhaben, wenn er man ihn auf das Wesentliche zurückführte: Lies den Rest des Artikels »

Der gute alte William…mal was anderes

15. Juni 2015 von Henrik Esper

Inspirational_LeadershipDurchstöbert man als interessierte Führungskraft das Internet, um sich in Blogs, Foren und anderen Formaten mit neuen (oder alten) Anregungen zum Thema Führung zu versorgen, betritt zum gleichen Zweck (old-school-mäßig) eine Buchhandlung oder schlägt eine Fachzeitschrift auf, so wird man mit einer enormen Fülle an Möglichkeiten konfrontiert – die Auswahl ist schwer.

Der Blick ins Netz sowie in Bücherregale und Manager-Magazine offenbart ein diffuses Konglomerat an Publikationen, die sich entweder auf akademisch-wissenschaftlicher Ebene mit der Thematik auseinandersetzen, in Form von Bio- und Autobiographien an den offensichtlichen Erfolgsmodellen von Vertretern der „Spezies“ Manager und Unternehmern orientieren, erfolgreiche (zuweilen ungewöhnliche) Modelle der Unternehmensführung porträtieren, oder die Erfolgsrezepte und „Weisheiten“ realer Persönlichkeiten oder fiktiver Figuren aus ihrem ursprünglichen Kontext auf Führungs- und Managementkontexte projizieren.

So findet man neben den autobiographischen Werken eines Donald Trump, Jack Welch, Lee Iacocca sowie den Schriften von Führungs-„Gurus“ wie Reinhard Sprenger, den kommentierten Klassiker „Der Fürst“ eines Niccolo Machiavelli, einträchtig vereint mit „Winnie the Pu“ und Till Eulenspiegel. Lies den Rest des Artikels »

Innovationsblüten – bloß nicht einverleiben lassen!

08. Juni 2015 von Dr. Reinhard Schmitt

„Konzerne sind nicht unbedingt die beste Brutstätte für Innovationen, egal wie groß ihre Forschungsabteilungen auch sein mögen. Es fehlen ihnen die Tentakel zum Aufspüren von Forschungsfeldern in einem sehr frühen Stadium. So etwas überlassen sie lieber kleineren Firmen.“

konzern1Diese Auffassung vertritt der Biologe Yuri Gleba, Geschäftsführer der Biotech-Firma Icon Genetics und Kenner beider Welten (siehe brand eins online „Fast eine gerade Linie„). „Für wirkliche Innovation ist freies, manchmal radikales Denken die notwendige Voraussetzung und das fällt den meisten Menschen, die in Großunternehmen arbeiten, sehr schwer. Sie sind eher auf die Vermeidung von Risiken ausgerichtet.“ Anderen wiederum, so Gleba, werde diese Fähigkeit systematisch abtrainiert. Den Topwissenschaftlern etwa, die Konzerne immer wieder anheuern. „Es dauert meist nicht lange, bis solche Leute merken, dass es vor allem darum geht, sich mit den Vorgesetzten gut zu stellen. Sie verfallen in eine Art vorauseilenden Gehorsam. Das Perfide daran ist: Dieser Prozess vollzieht sich so allmählich, dass der Betreffende die Veränderung an sich selbst gar nicht bemerkt.“ Lies den Rest des Artikels »

Führungszitat des Monats

01. Juni 2015 von Kirsten Niechcial

 

Je älter ich werde, umso weniger achte ich darauf,
was die Menschen sagen – ich achte darauf, was sie tun.

Andrew Carnegie
US-Industrieller

 

Leiter der Verantwortung: Opfer oder Täter?

25. Mai 2015 von Peter Rathsmann

Das Bild der Leiter und den Namen „Leiter der Verantwortung“ habe ich aus dem amerikanischen Sprachraum entliehen und mit dem bei uns bekannten Konzept von Selbstverantwortung und Wahlfreiheit kombiniert. Das Ergebnis ist ein leicht verständliches und vor allen Dingen einprägsames Modell (sagen unsere Teilnehmer).

Die Verdeutlichung gegenüber Dritten klappt am besten mit einem konkreten, selbst erlebten Beispiel aus dem eigenen Umfeld. In meinem Fall ist es die 17-jährige Tochter, die am frühen Abend via WhatsApp erfährt, dass sie am Folgetag einen unangekündigten Mathetest schreibt und auf mein Nachfragen „und jetzt Marie?“ die einzelnen Stufen durchläuft.

Das Modell zeigt wunderbar, wie wir es immer wieder schaffen, uns in schwierigen Situationen unbewusst zu „Opfern“ zu machen und wie unglaublich schwer es ist, Stufe für Stufe, insbesondere die fünfte, in Richtung „Täter“ zu erklimmen.

LeiterDerVerantwortung

 

Gewachsene Strukturen (be)greifbar machen

18. Mai 2015 von Dr. Reinhard Schmitt

Führen in Zeiten der Veränderung ist von besonderen Herausforderungen geprägt. Die Herausforderungen nehmen überproportional zu, je tiefer die Veränderungen in die Kultur einer Organisation, d.h. in tradierte und teilweise identitätsstiftende Kommunikations- und Arbeitsgewohnheiten hineingreifen. Wir halten es für wichtig, sich mit diesen „gewachsenen Strukturen“ zu befassen, bevor ein tiefgreifendes Veränderungsvorhaben gestartet wird. Bleibt die Frage: Wie lassen sich diese Strukturen überhaupt (be)greifbar machen?

Fritz B. Simon (* 1948), ein Vordenker der systemischen Organisationstheorie, bietet hierfür einen Ansatz. Er vertritt die Auffassung, dass sich die Kultur einer Organisation über Kommunikationsmuster manifestiert. Aus der Beobachtung dieser Muster lassen sich soziale Regeln ableiten. Simon unterscheidet drei Regelarten: Lies den Rest des Artikels »

Das Pinguin-Prinzip

13. Mai 2015 von Henning Keber

 – oder woran es liegt, wenn’s nicht flutscht

In einer kleinen Geschichte regt der Mediziner, Kabarettist und Buchautor Eckart von Hirschhausen auf witzige und gleichsam wertschätzende Weise zum Nachdenken über elementare Fragen der Lebensgestaltung an. Dass er mit dieser Geschichte zugleich auf zentrale Themen der Führung, insbesondere der Königsdisziplin Selbstführung einen Scheinwerfer wirft, war vermutlich nicht seine Hauptintention. Wobei er diesen Kollateralnutzen sicher zu schätzen wüsste.

Im Rahmen von Entwicklungsprogrammen sollten Führungskräfte regelmäßig an den zentralen Fragen der Selbstführung vorbeikommen. Diese Geschichte regt unserer Erfahrung nach Führungskräfte auf angenehme Weise zum Nachdenken über stärkenorientierte Selbst- und Personenführung an.

Viel Spaß mit Ihrem Pinguin.