Verjüngungskur für die Zentrale

05. Februar 2016 von Henning Keber

Die sogenannten Konzernfunktionen hatten die Autoren des gleichnamigen Artikels in der Ausgabe Mai 2015 des Harvard Business Manager im Blick. Sie stellten die Ergebnisse ihrer Befragung von 30 Managern von Funktionsbereichen europäischer Konzerne dar und fassten zusammen, was aus ihrer Sicht das Management erfolgreicher Konzernfunktionen ausmacht.

Dabei zeigten die Untersuchungsergebnisse, dass, in Analogie zu Entwicklungsphasen von Organisationen, auch Konzernfunktionen verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen und sie sich in jeder Phase unterschiedlichen Herausforderungen gegenübersehen, um den Nutzen der Zentralfunktionen hoch zu halten. Die Autoren unterscheiden einen vierstufigen Lebenszyklus, den die Funktionen durchlaufen:

  • Phase 1 – Jugend und Begeisterung
  • Phase 2 – Wachstum und Ehrgeiz
  • Phase 3 – Reife und Best Practice
  • Phase 4 – Wandel und Überleben

In ihren Ausführungen zeigen die Wissenschaftler aus St. Gallen und England nachvollziehbar auf, welche Fallen auf dem Entwicklungsweg jeweils drohen und wie ihnen wirksam begegnet werden kann. Leser mit Erfahrung im Kontakt mit Zentralfunktionen (und das dürften die meisten sein), werden sich vermutlich beim Lesen des Artikels einem gelegentlichen Schmunzeln nicht entziehen können. Zu bekannt klingen die Beobachtungen und Empfehlungen der Wissenschaftler. Darin liegt auch zugleich der Charme des Artikels, denn der Leser erhält wertvolle Denkanstöße für den Umgang und die Entwicklung strategisch bedeutender Konzernfunktionen.

Advent –

14. Dezember 2015 von Wigbert Walter

RotkaeppchenJahresendrallye, Mastgansvorbestellung, Geschäftsjahresabschluss, Weihnachtskartenpingpong – Zeit der Besinnung und inneren Einkehr oder Stress allenthalben?

Was aber genau ist eigentlich Stress? Manfred Spitzer, Neurowissenschaftler, Psychiater und Philosoph behauptet in seinem aktuellen Werk, es sei das Fehlen von Kontrolle.  – Welche Bedeutung in diesem Zusammenhang dem Handeln von Führungskräften zufällt, erfahren Sie im folgenden Auszug aus seinem Buch: Rotkäppchen und der Stress

Sollten Sie gar freie Zeit haben oder planen und Sie überlegen wie Sie diese am sinnvollsten investieren oder es interessiert Sie das Thema Achtsamkeit, dann sei Ihnen die Lektüre in Gänze ans Herz gelegt: „Rotkäppchen und der Stress“ – (Ent-)spannendes aus der Gehirnforschung, Manfred Spitzer, 2014 Schattauer Verlag.

Führungszitat des Monats

07. Dezember 2015 von Kirsten Niechcial

Man löst keine Probleme, indem man sie aufs Eis legt.

Winston Churchill

Bucherscheinung zum Thema Komplexität

23. November 2015 von Matthias Göttenauer

KomplexitaetWir brauchen ein neues Management um mit Komplexität angemessen umzugehen – zu diesem Schluss kommt Stephanie Borgert in ihrem aktuellen Buch.

Anschaulich, provokant und stimmig argumentiert gibt sie praxisnahe Anregungen zum erfolgreichen Umgang mit Komplexität im Unternehmensalltag: „Die Irrtümer der Komplexität – Warum wir ein neues Management brauchen“,  Gabal-Verlag

 

 

Sicherheit als solche gibt es nicht

16. November 2015 von Dr. Reinhard Schmitt

Wenn ich Kunden in Projekten begleite, die eine substantielle Änderung der Aufbau- oder Ablauforganisation bedeuten, dann bekomme ich aus der Organisation häufig zurückgespiegelt: „Das Projekt erzeugt Unruhe. Das ist nicht gut.“. Auf meine (zugegebenermaßen rhetorische) Frage, ob Veränderung ohne Unruhe überhaupt möglich sei, bekomme ich in der Regel keine Antwort.

Veränderung erzeugt Unruhe. Punkt. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wenn angesichts Ihres Veränderungsvorhabens niemand unruhig wird, dann sollten Sie unruhig werden. Lies den Rest des Artikels »

Systemische Ursachen des VW Dieselskandals?

09. November 2015 von Matthias Göttenauer

Clean-Diesel-PassatAuch wenn die Jagd nach „Schuldigen“ emotional befriedigender ist – ein intelligenter Artikel im „New Yorker“, der anhand des VW Skandals die Eigendynamik von Systemen differenziert und unaufgeregt beleuchtet: Hier geht’s zum New Yorker

Führungszitat des Monats

02. November 2015 von Kirsten Niechcial

Die Fähigkeit eines Chefs erkennt man an seiner Fähigkeit, die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter zu erkennen.

Robert Lembke (†1989)
Deutscher Journalist und Fernsehmoderator

 

 

 

Gesundheit als betriebliche Maßnahme!?

28. Oktober 2015 von Martina Post

Das Thema „Gesundheit“ wurde lange Zeit mit dem Pflaster der Arbeitssicherheit verarztet. In den letzten Jahren hat es sich im Mantel des „Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)“, der „Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF)“ und des „Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)“ einen populären Platz in Unternehmen erobert. In diesem Zusammenhang werden Themen diskutiert wie beispielsweise „Fehlzeitenanalysen“, „Gesundheit als unternehmerischer Erfolgsfaktor“ und „Gesundes Führen“.

In einigen großen Betrieben und Konzernen gehört das Thema „Gesundheit“ – im Sinne der Arbeitssicherheit und psychischen Gesundheit –  zum betrieblichen Alltag. In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beschränkt es sich währenddessen oftmals (noch) auf Arbeitssicherheit. Lies den Rest des Artikels »

Planet der Affen

19. Oktober 2015 von Wigbert Walter

monkeybusinessRegelmäßig fragen wir Führungskräfte: „Wie zufrieden sind Sie in Ihrer Führungsrolle versus Operatives selbst erledigen? Haben Sie ausreichend Zeit zur Entwicklung Ihres Verantwortungsbereiches, Ihrer Mitarbeiter aber auch von Ihnen selbst? Wie oft erleben Sie sich verstrickt im Tagesgeschäft?“ Und regelmäßig erreicht der durchschnittliche Zufriedenheitswert auf einer Skala von 1 bis 10 nicht mehr als eine 6 … Reichlich Luft nach oben!

Häufig wird mangelnde Zeit als Grund für diese Einschätzung angeführt. Die Decke der Führung scheint immer zu kurz! Eine aktuell dringliche Frage heutiger Führungskräfte, scheint daher zu lauten: „Wie schaffe ich mir mehr Zeit für Führung?“

An dieser Stelle möchten Sie mit einer über vierzig Jahre alten Metapher konfrontieren – nicht neu, vielleicht aber mit Potential für Sie „Neue Zeit“ zu gewinnen. Lies den Rest des Artikels »

Leitbilder richtig entwickeln

12. Oktober 2015 von Henning Keber

Es gibt Initiativen im Rahmen der Organisationsentwicklung, die durchaus das Potential dazu haben, statt den erhofften Entwicklungsimpuls zu leisten, kontraproduktiv zu wirken und teilweise sogar verbrannte Erde zu hinterlassen. Dazu zählen neben Mitarbeiterbefragungs- auch Leitbildprozesse. Leitbilder sollen nach innen Orientierung für Verhalten schaffen und nach außen darstellen, was man von der Organisation erwarten kann. Nicht selten werden Leitbilder jedoch überfrachtet, missbraucht und führen mitunter zu Zynismus in der Belegschaft.

In ihrem Artikel „Leitbilder richtig entwickeln“ (Harvard Business Manager, Oktober 2015) beschreiben die Autoren um den Organisationssoziologen Stefan Kühl Chancen und Risiken eines Leitbildprozesses und führen die aus ihrer Sicht sieben häufigsten Fehler an, die Unternehmen im Rahmen der Leitbilderstellung begehen. Diese sind im Einzelnen: Lies den Rest des Artikels »