sechsseiten – Ausgabe 07-5

27. Oktober 2014 von Martina Post

Titel_07-5 KopieOrientierung – Unglücklich sein: Wider die Selbstoptimierung

Es ist an der Zeit, wieder einmal einen Schwenk zur Ebene der Selbstführung zu machen, ohne die bekanntlich alle Führung nichts ist. Wir möchten Sie einladen, auf ein Thema zu schauen, das sich hartnäckiger Präsenz erfreut und uns vermutlich auch nicht so bald wieder verlassen wird: das Glück, beziehungsweise den nicht enden wollenden Glücksimperativ. Er springt uns aus zahlreichen Ecken an – mal offensichtlich, mal auf eher subtile Weise, mal in der Art und Weise, wie wir mit uns selbst reden.

Wir erleben derzeit vielerorts eine Fixierung auf das Glück, wobei die Betrachtung und der Wert des Unglücklichseins zunehmend aus dem Blick geraten. Doch warum sollte das Zweitere wichtig sein? Ganz einfach: Weil zum Leben auch das Unglücklichsein gehört und gerade im Umgang damit Herausforderungen liegen.

Der historische Hintergrund

Wie ist dieser Glücksimperativ überhaupt in die Welt gekommen und was lässt ihn bis heute so gut gedeihen? Dies ist eine so große Frage, dass wir sie an dieser Stelle nur in groben Zügen beantworten können. Lies den Rest des Artikels »

Führungszitat des Monats

20. Oktober 2014 von Martina Post

Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will, muss genug Vernunft besitzen, um die Aufgaben den richtigen Leuten zu übertragen – und genug Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen.

Theodore Roosevelt,  1858 – 1919
26. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

 

 

 

Führung als Unmöglichkeit

13. Oktober 2014 von Dr. Reinhard Schmitt

Aufgabe von Führung ist die Herstellung und Aufrechterhaltung eines zielorientierten Kommunikationssystems.

So lautet ein Teil der Process-One-Definition von ‘Führung’. Nur: Wie ist es um Führung und Führende bestellt, wenn in immer turbulenter werdenden Umfeldern stabile Zielorientierung kaum noch möglich ist? In einem Interview mit managerSeminare geht Prof. Peter Kruse dieser Frage nach … mit sehr unbequemen Schlussfolgerungen.

Gute Arbeit

22. September 2014 von Dr. Reinhard Schmitt

Warum Montag nicht auf ewig der finsterste Tag der Woche bleiben muss – und was das mit uns selbst zu tun hat.

Montag… so lautet der Titel des einleitenden Beitrags zum Schwerpunkt ‘Arbeit’ in der aktuellen Ausgabe von brand eins (09/2014). Der Autor Wolf Lotter hat es meines Erachtens (wieder einmal) geschafft, eine Reihe echter Brain Snacks in sehr verdaulicher Art und Weise zu einem vollwertigen Menü zusammenzustellen.

Ein paar Kostproben:

“Fragte man die Leute, ob ihnen lieber sei, am Montag zur Arbeit zu gehen oder künftig im Paradies zu leben, dann sagt natürlich jeder: Paradies. Das ist ein Ort, in dem man alles kriegt und nichts dafür tun muss. Für die meisten das Gegenteil von Arbeit also. Aber was ist das eigentlich, ein Paradies? Das Wort taucht vor 3000 Jahren in Persien als pairi daeza auf. Gemeint war damit ein Stück Land, das von einer Mauer oder einem Graben umschlossen ist. Das Kleingedruckte zur Alternative lautet also: Das Paradies ist eine geschlossene Anstalt. Es herrschen feste Regeln. Aus diesem Grund haben Adam und Eva – nicht ganz freiwillig – rübergemacht. Seither ist noch jeder, der ein wenig vom Baum der Erkenntnis genascht hat, vom Management gefeuert worden.”

 

“Es ist das Bild von der alten industriellen Erwerbsarbeit, die unsere Aussicht auf gute Arbeit trübt. Der Chef ist dabei eine Art Supernanny, die liefern muss – einen exakten Rahmen, genaueste Vorgaben, ein Gehalt, Sozialleistungen, ein Büro und dazu noch gute Laune und einen ordentlichen Klacks Sinn. Mitarbeiter benehmen sich wie Verbraucher, weil man sie auch so behandelt. Gute Arbeit erscheint in diesem Weltbild als Dienstleistung, die gerecht verteilt werden muss. Das ist eine Seite. Die andere Seite existiert aber auch. (…) Lies den Rest des Artikels »

Virtuelle Führung und Zusammenarbeit – Wo stehen Sie?

17. September 2014 von Dr. Reinhard Schmitt

VirtualTeamsDie letzte Ausgabe der OrganisationsEntwicklung (Nr. 3 | 2014) enthält einen Beitrag mit dem Titel “Virtuelle Zusammenarbeit etablieren  – Ein Werkstattbericht aus dem Unternehmen Sennheiser“. Die Autoren fragen sich: “Wie funktioniert Arbeit bei über den Globus verteilten Organisationen? Wie kann ‘virtuelle’ Zusammenarbeit verbessert werden?”.

Technisch ist es kaum noch ein Problem, über Zeitzonen und Ländergrenzen hinweg zu kommunizieren, und zwar ohne nennenswerte zeitliche Verzögerungen und relevante zusätzliche Kosten. “Neben Telefon- und Videokonferenzen, die an klassische Besprechungen angelehnt sind (und trotzdem anders sind), entstehen mit virtuellen Techniken zusätzlich völlig neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit wie z. B. gemeinsames Arbeiten an Dokumenten und Diskussionsbeiträge auf Plattformen. Diese sind meist asynchron und erlauben so nicht nur die räumliche, sondern auch eine zeitliche Trennung der Zusammenarbeit.”

Da sollte man doch annehmen, dass in Anbetracht jener ungeahnten Möglichkeiten der virtuelle Drops mit der Anschaffung der passenden Techniken gelutscht sei. Weit gefehlt, denn “virtuelle Techniken bedeuten auch eine andere Zusammenarbeit” Lies den Rest des Artikels »

Was haben Mark Zuckerberg, Hillary Clinton, Steve Jobs und Barak Obama gemeinsam?

08. September 2014 von Sven Fissenewert

Sie tragen jeden Tag die gleiche Kleidung.

So wählt Barak Obama jeden Morgen zwischen einem Anzug in grau oder blau aus. Mark Zuckerberg nimmt eines von 20 identischen grauen T-Shirts aus dem Schrank und ist in Kombination mit einer Jeans angezogen. Gefragt,  warum sie das machen antworten diese Personen: Es spart Zeit. Mit der gewonnenen Zeit kann ich mich den wirklich wichtigen Dingen zuwenden, ich werde dadurch produktiver. Dies ist nur eine von 35 Gewohnheiten außergewöhnlich produktiver Menschen. Neugierig geworden?

Finden Sie hier, was uns allen längst bewusst ist, aber sich selten so gut zusammengefasst darstellt:

HowToBeProductive

Führungszitat des Monats

01. September 2014 von Kirsten Niechcial

Es gibt zwei Arten, Hirte zu sein: Der eine läuft hinter der Herde her, treibt sie, wirft mit Steinen, brüllt und drückt. Der gute Hirte macht das ganz anders: Er läuft vornweg, singt, ist fröhlich, und die Schafe folgen ihm.

unbekannt

Allen Unkenrufen zum Trotz: Das heroische Management lebt!

25. August 2014 von Matthias Göttenauer

Selten wurde es uns so klar vor Augen geführt wie im folgenden Beitrag:

Wer glaubte, das heroische Führungsverständnis, das, in dem echte Männer, getragen von zutiefst verinnerlichten Werten, ihrer Mission folgend, einsam, hart gegen sich selbst ihren Job tun, sei unwiederbringlich auf dem Abstellgleis der Geschichte des Managements gelandet, der wird hier eines Besseren belehrt…

“Herding Cats” bedeutet im englischen Sprachraum soviel wie “einen Sack flöhe hüten”.

Eine eigentlich unmögliche Führungsleistung, aber wir haben nie behauptet dass Führung einfach ist. Also ran! Mit Mut und Leidenschaft – damit Keines auf der Strecke bleibt!

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Absichtliche Unvernunft wirkt inspirierend

18. August 2014 von Dr. Reinhard Schmitt

Führungskräfte sehen sich immer häufiger mit der Forderung konfrontiert, im Sinne des Unternehmens innovativ zu sein – gerne gepaart mit der bisweilen unmoralisch anmutenden Aufforderung, unternehmerisch zu denken oder gar handeln. Nun fallen Innovationen, vor allem die bahnbrechenden (“disruptiven”), nicht täglich als Geistesblitze vom Himmel.

Luke Williams, Autor des Buches “Disrupt”, schlägt einen systematischen Ansatz vor, um Ideen für bahnbrechende Innovationen zu entwickeln: Den gezielten Musterbruch. Er empfiehlt, die ungeschriebenen Regeln für Produkte und Dienstleistungen aufzuschreiben, um diese dann konsequent umzudrehen, d.h. absichtlich unvernünftig zu denken.

In diesem 21-minütigen Video (englisch) zeigt er einige durchaus verblüffende Beispiele für dieses Konzept und kommt dabei an Themen wie Pfadabhängigkeit, Irritationsfähigkeit, Schneewittchen, Umdeutung von Horrorfilmen, Socken und Red Bull vorbei:

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sechsseiten – Ausgabe 07-4

11. August 2014 von Volker Dittmann

Orientierung – Resilienz: das neue Breitband-Antibiotikum?

Titelbild_07-4

“Gömböc”

Seit einigen Jahren treffen wir immer häufiger auf ein neues Schlagwort in der Management- und Führungswelt. Es ist das der Resilienz. Mancherorts wird Resilienz schon als die Ein-Wort-Antwort auf Krisen, Belastungsphänomene unterschiedlichster Art oder vielgestaltiger Veränderungsdrucke gehandelt. Selbst das Treffen des World Economic Forums in Davos Anfang 2013 stand unter dem Motto „Resilient Dynamism“.

Warum erscheint das Thema derzeit so attraktiv und für welche Probleme unserer Zeit könnte Resilienz die passende Antwort sein? Hier ist sicher die Zunahme an psychischen Erschöpfungszuständen, sprich „Burn-out“ zu nennen, deren wirtschaftliche Kosten entsprechend stetig steigen. In der Folge erfreuen sich „Resilienz-Trainings“ im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements wachsender Nachfrage. Hier geht es vor allem um individuelle Fähigkeiten im Umgang mit Belastung.

In jüngster Zeit ist jedoch nicht nur der individuelle, sondern auch der organisationale Burn-out in der Diskussion. Entsprechend mehren sich die Angebote zur Stärkung der organisationalen Resilienz. Lies den Rest des Artikels »